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Betriebliche Standardsoftware/Farbe bekennen mit Controlling-Tool

Finanz-Reporting ohne den Papiertiger freizulassen

24.10.1997

Bereits 1995 beschloß die Unternehmensleitung, die Software eines dänischen Anbieters durch die integrierte BPCS-Unternehmenslösung des amerikanischen Softwarehauses SSA zu ersetzen. Ziel dieser Reorganisation war, der internationalen Struktur des mittelständischen Unternehmens Rechnung zu tragen. Im wesentlichen stellten sich dabei drei Anforderungen.

Als erstes sollte die Verantwortung der Budgetplanung und der Prognosen dezentralisiert in die Untergliederungen und Tochtergesellschaften übertragen werden. Zum zweiten mußte ein dezentralisiertes Finanzreporting eingeführt werden, ohne einen Papiertiger loszulassen. Und drittens wurden komplexe Anforderungen an die Datensicherheit gestellt, sowohl was den Zugriffsschutz als auch die Wartung angeht.

Auf Empfehlung zweier großer dänischer Unternehmen entschied sich Dyrup, die amerikanische Software um die Module CS1 Kostenstellenrechnung, CS3 Deckungsbeitragsrechnung und CS4 Finanz-Reporting der Pleidelsheimer Controlling Software zu ergänzen.

Die Umstellung auf die Controlling-Software begann im Frühjahr 1996 bei der portugiesischen Tochter, Tintas Dyrup S.A. in Lissabon. Sie ist mit 220 Mitarbeitern zugleich eine der größten Niederlassungen außerhalb Dänemarks. Im Oktober 1996 implementierten Berater auch im dänischen Mutterhaus die neue Software. Der Group System Manager, äußert sich zufrieden über die unproblematische Einführung und Schulung. Er hofft nun, im nächsten Jahr weitere Niederlassungen mit dem Tool ausstatten zu können.

CS und BPCS laufen in S+borg auf einer IBM AS/400, einer für dänische Verhältnisse eher große RISC-Installation unter OS/400 mit mehr als 250 Peripherieeinheiten. Die meisten sind IBM-PS/2-Rechner mit OS/2-Warp 3.0, Client Access, PC-Support und MS-Office. Zur Zeit arbeiten zehn Mitarbeiter am CS-System, wobei sich die Zahl im Laufe des nächsten Jahres voraussichtlich auf 50 erhöhen wird. Dann soll der Dezentralisierungsprozeß in der Muttergesellschaft abgeschlossen sein.

Ausschlaggebend für die Entscheidung Dyrups war die Kompatibilität mit dem BPCS-System von SSA. So kann jeder der 50 Benutzer der Controlling-Software mit individuell vergebenen Zugriffsrechten arbeiten. Geplant ist der Einsatz in weiteren europäischen Niederlassungen. Dyrup prüft jetzt, ob in der Zentrale in S+borg in Zukunft auch die Kostenträgerrechnung CS2, die Finanzbuchhaltung CS6 sowie die Anlagenbuchhaltung CS7 eingeführt werden sollten.

Der Anwender

Die Farbenfabrik S. Dyrup & Co. A/S wurde 1928 von den drei Ingenieuren Sigurd Dyrup, Axel Monberg und Ejnar Thorsen gegründet. Das Unternehmen ist heute einer der führenden Hersteller von Holzschutzmitteln und Anstrichstoffen in Europa. Der Aufstieg begann in den dreißiger Jahren mit dem Produkt "Stîlhud" (deutsch Stahlhaut). Zwei nationale Prestigeprojekte der Dänen, die Brücke über den Kleinen Belt und über den Storstr+m, wurden mit Stîlhud vor Rostfraß geschützt.

Heute ist Dyrup unangefochtener Marktführer in Dänemark. Der 1 093 Mitarbeiter zählende Farbenhersteller setzte 1996 umgerechnet 346 Millionen Mark um. Dyrup wird an der Kopenhagener Börse notiert und ist ein mittelständisches europäisches Unternehmen. Der Konzern mit Sitz im dänischen S+borg in der Nähe von Kopenhagen lenkt die 35 Töchterunternehmen und Beteiligungen in mehreren europäischen Ländern. Die nationalen Tochtergesellschaften von Dyrup sind im Rahmen der Strategie der Gruppe selbständig tätig und können so ihre eingehende Kenntnis der nationalen Märkte nutzen. Ertragssteigerungen will Dyrup vor allem durch höhere Effizienz und Kostenkontrolle erreichen.

*Aage Standfelt ist DV-Leiter bei Dyrup in seborg bei Kopenhagen.