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11.07.2005

Finanzdienstleister müssen in Sachen IT aufholen

Das Gros der Banken hinkt bei der Systemstandardisierung und dem Dokumenten-Management nach.

Lediglich sieben Prozent der deutschen Banken können einen Kreditantrag komplett in einem einzigen IT-Anwendungssystem bearbeiten. 70 Prozent benötigen dazu zwei oder mehr Softwaresysteme. Das ergab die vom E-Finance Lab vorgenommene Untersuchung "Kreditprozess heute und morgen - eine Analyse zu Optimierungspotenzialen bei Deutschlands 500 größten Kreditinstituten". Ziel der Studie, die Ende Juli in Buchform erscheint, ist, die Kreditvergabe an mittelständische Unternehmen und ihr Verbesserungspotenzial zu analysieren.

Angesichts der unterschiedlichen IT-Systeme stehen die Banken vor der Herausforderung, geeignete Schnittstellen zwischen den Anwendungen zu definieren. Für das Outsourcing einzelner Prozesse, aber auch zur Kooperation mit anderen Instituten sind branchenweit standardisierte und nicht auf den jeweiligen Vorgang maßgeschneiderte Systeme jedoch eine wichtige Grundlage. Zwar ist nur ein Viertel der Banken der Meinung, dass ihre Applikationen so an die Prozessabwicklung angepasst sind, dass sie nicht durch Standardsoftware ersetzt werden könnten. Allerdings verwendet fast die Hälfte der Banken keine standardisierten Datenformate, was eine Öffnung der Systeme für Partner erschwert.

Auch hat die Studie Nachholbedarf im Dokumenten-Management ermittelt: Demnach arbeiten nur 22 Prozent der Banken mit einer elektronischen Kreditkarte, in der alle Informationen über ein Kundenengagement gespeichert sind. 83 Prozent stützen sich im operativen Prozess noch auf die physische Kreditkarte. Besser steht es um die Vertriebsunterstützung: 86 Prozent der Institute können das Gesamtengagement eines Kunden - einschließlich Zahlungsverkehr, Passivprodukten und Depot - online abrufen. Bei 55 Prozent lässt sich die Kundenhistorie via Knopfdruck einsehen. (kf)