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Finanzierbarkeit ist das grosse Problem Cray Computer Corp. moechte mit MPP-Systemen attraktiver werden

10.12.1993

PORTLAND (CW) - Massiv-parallele Architekturen (MPP) liegen offensichtlich im Trend: Jetzt ueberlegt auch die Cray Computer Corp. (CCC), mit MPP-Systemen ihr Angebot herkoemmlicher Vektor- Supercomputer zu erweitern.

CCC wurde als Spinoff der Cray Research Inc. von deren Gruender Seymour Cray aus der Taufe gehoben. Mit den "Cray-3"-Superrechnern auf Gallium-Arsenid-Basis konnte CCC bislang nicht die Verkaufserfolge feiern, die man sich erwartet hatte. Ein Grund hierfuer ist, dass sich Seymour Crays neue Company der starken Konkurrenz von Cray Research ausgesetzt sieht. So verlor CCC beispielsweise im vergangenen Monat den Auftrag der Defense Nuclear Agency ueber den Kauf einer Cray 3 an Cray Research.

Auf der Supercomputing '93 in Portland, Oregon, aeusserte sich CCC- President Terry Willkom nun dahingehend, man sehe zwar auch in Zukunft einen Markt fuer Vektor-Supercomputer, erkenne aber ebenso den Bedarf der Anwender nach einigen Charakteristika von MPP- Systemen. Aus diesem Grund, so einige CCC-Manager in Portland, ueberlege das Unternehmen, ob man ein Hybrid-System entwickeln solle, das Vektor- und MPP-Technologien verbinde.

Laut Christopher Willard, Analyst bei der International Data Corp. (IDC), duerfte CCCs groesstes Problem auf dem Weg zu einem massiv- parallelen System sein, die noetigen Gelder fuer die Entwicklungsarbeiten aufzubringen. Moeglicherweise aus diesem Grund sieht sich CCC auch nach Partnern um, mit denen man zusammenarbeiten kann. Hintergedanke koennte sein, verschiedene Rechnersysteme aneinanderzubinden. Nach William Skolout, Finanzchef von CCC, muss das Unternehmen drei bis fuenf Cray-3- Modelle verkaufen, um ueber die noetigen Mittel fuer die MPP- Forschung zu verfuegen. Mit "mehr als fuenf, aber weniger als 20 Regierungsstellen" stehe man bezueglich der Anschaffung von CCC- Rechnern in Verhandlungen, meinte hierzu President Willkom.