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25.02.2000 - 

Auch die Hypo-Vereinsbank wirft ihren Hut in den Ring

Finanzportale prägen Debatte der Banken über E-Commerce

MÜNCHEN (sra) - Am Internet kommt niemand vorbei. Eine Großbank nach der anderen springt derzeit auf den Zug auf und kündigt ein Finanzportal an. Im Detail gibt es noch Unterschiede, doch mittelfristig werden sich die Angebote wohl angleichen.

Das Entstehen neuer Internet-Finanzangebote zwingt die Großbanken zum Handeln. Nach der Bekanntgabe der Kooperation zwischen der Commerzbank-Tochter Comdirect und T-Online haben nun auch Dresdner und Deutsche Bank sowie die Hypo-Vereinsbank ihre E-Commerce-Pläne öffentlich gemacht.

Eine Schlüsselstellung nimmt in den meisten Strategien der Begriff "Finanzportal" ein. Darunter verstehen die Geldhäuser einen Einstiegspunkt im Internet, der traditionelle (etwa Kontoführung) und neue Finanzprodukte (wie Handy-Banking) mit zusätzlichen Informationen wie aktuellen Wirtschaftsnachrichten oder Marktzahlen bündelt. "Auf einem Finanzportal bieten Banken und Nichtbanken komplementäre Services an", erläutert Reiner Zorbach, Bereichsvorstand E-Business und Transaktionssysteme bei der Hypo-Vereinsbank. Die Services der Nichtbanken können von Distribution und Logistik bis zur Vermietung von Autos reichen.

"Insgesamt unterscheiden sich die Ansätze der Firmen nur wenig", glaubt Zorbach. "Wenn jemand eine gute Idee hat, ziehen die anderen sofort nach. Es gibt also höchstens einen zeitlichen Vorsprung." Dennoch werben die Banken natürlich mit ihren Vorzügen.

Die Hypo-Vereinsbank selbst stellt beispielsweise WAP-Banking als etwas heraus, das sie von einem Teil der Konkurrenz abhebt. Ende des Jahres soll das Verfahren serienreif werden. "WAP 1.3 bringt uns die Möglichkeit, auf einen ausbaufähigen Standard zu setzen", kommentiert Zorbach. Sicherheit gewährleisten Zertifikate auf der SIM-Card.

Die Dresdner Bank dagegen setzt einen Schwerpunkt im Bereich Firmenkunden- und Kapitalmarktgeschäft. Bis Ende des Jahres soll ein Investmentbank-Service über das Internet fertig sein. Dazu gehören neben dem Wertpapierhandel die Bereiche Analyse und Beratung. Neben den banküblichen Kernleistun-gen visiert Dresdner-Bank-Vorstandsmitglied Bernd Fahrholz Zusatzleistungen wie Informationsbrokerage als Alleinstellungsmerkmal an.

Der Online-Banking-Service der Commerzbank trägt den Namen "Comline". Er gestattet Abfragen des Kontostands, Überweisungen, die Bearbeitung von Daueraufträgen, Aktienhandel und das Handling von Kreditkarten. Neu ist die Möglichkeit, Neuemissionen in Comline zu zeichnen. In etwa vier bis fünf Monaten soll ein gemeinsames Finanzportal von der Bank und von T-Online fertig sein. Möglicherweise kann Comdirect auch künftig Finanzinfos auf der Startseite von T-Online platzieren.