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08.04.1994

Finanzspritze fuer kleine Softwarefirmen Marburg bekommt anstelle von Kasernen ein Software-Center

MUENCHEN (CW) - Marburg ersetzt eine Bundeswehrkaserne durch ein "Software Center". Das mit Landes- und EU-Mitteln unterstuetzte Projekt soll insbesondere die kleinen und mittelstaendischen Softwarehaeuser foerdern, die nach Meinung von Hessens Wirtschaftsminister Lothar Klemm bisher oft auf der Strecke bleiben.

Zum 30. Juni dieses Jahres raeumt die Bundeswehr die Jaeger-Kaserne. Hier entsteht das Software-Center Marburg. Zwei Bloecke sollen zu diesem Zweck umgebaut und zum 1. Februar 1995 bezogen werden. Neu hinzu kommt ein Business-Center, das den Firmen Schulungs-, Praesentations- und Konferenzraeume mit entsprechender High-Tech zur Verfuegung stellt.

Bisher fielen die kleinen und mittelstaendischen Softwarehaeuser haeufig dem Selektionsprozess im internationalen Wettbewerb zum Opfer. Eine zu duenne Kapitaldecke und fehlende Mitarbeiterressourcen fuer eine beschleunigte Produktentwicklung und kundennahen Service sind laut hessischem Wirtschaftsministerium dafuer verantwortlich zu machen. Geringe Profitabilitaet bei zu hohen Personalkosten, Schwaechen im Marketing und Vertrieb taten ein uebriges, meint Minister Klemm. Er erhofft sich von dem Zentrum Synergieeffekte. Kooperationen und strategische Allianzen seien angesichts der Marktbedingungen ueberlebenswichtig.

Darueber hinaus soll die Einrichtung die Attraktivitaet der Stadt erhoehen und zugleich regionale Impulse liefern. Mittelhessen koenne, so Wirtschaftsminister Klemm, von wirtschaftlichen Ueberschwapp-Effekten aus dem Rhein-Main-Gebiet profitieren.

Insgesamt belaufen sich die Kosten des Vorhabens auf rund 31 Millionen Mark. Davon bringt die Technologiefoerderung des hessischen Ministeriums fuer Wirtschaft, Verkehr, Technologie und Europa-Angelegenheiten rund 9,8 Millionen Mark auf. Betrieben wird das Zentrum von einer Besitz- und Verwaltungsgesellschaft.