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19.10.2001 - 

Beteiligung an Groove Networks

Finanzspritze für P-to-P-Anbieter Groove

MÜNCHEN (CW) - Der Softwarekonzern Microsoft hat sich mit rund 50 Millionen Dollar an der Firma Groove Networks beteiligt. Diese bietet ein Peer-to-Peer-(P-to-P-)Tool an, mit dem sich Dateien wie bei dem Musikservice Napster über das Internet tauschen und gemeinsam bearbeiten lassen.

Um die P-to-P-Technologie war es in den letzten Monaten ruhig geworden. Der kurze Hype des vergangenen Jahres, als die Firma Groove Networks ihr Produkt "Groove" ankündigte, stürzte parallel zum Internet-Crash in sich zusammen. Nun ist wieder Leben in die Szene gekommen, denn mit Microsoft hat sich neben Intel ein weiteres etabliertes Unternehmen an Groove beteiligt und ein eindeutiges Signal abgegeben: Im P-to-P-Bereich könnte ein interessantes Potenzial schlummern.

Der Konzern investierte vergangene Woche 51 Millionen Dollar in die privat gehaltene Firma von Notes-Erfinder Ray Ozzie. Beobachter sprechen von rund 20 Prozent, die sich Microsoft an Groove Networks gesichert hat. Dessen Software ermöglicht die einfache Gruppenarbeit über das Netz nach dem P-to-P-Prinzip, demzufolge jeder Client-Rechner gleichzeitig als eine Art Server für Dateien fungiert - Napster lässt grüßen. Zudem hat die Company von Beginn an den Unternehmenseinsatz im Visier, etwa in den Bereichen Bestandskontrolle, Einkauf, Distribution, Auktionen oder Kundendienst.

Mit Microsoft arbeitet Groove Networks schon länger zusammen, unter anderem bei der Integration des Clients mit Office, Windows XP und den Instant-Messaging-Produkten der Redmonder. "Als Groove vor gut einem Jahr vorgestellt wurde, haben wir unsere Begeisterung zum Ausdruck gebracht", so Microsoft-Chef Steve Ballmer. Das Programm nutze nicht nur die .NET-Plattform des Konzerns, sondern es stelle auch eine Art innovative Software dar, die den PC und die Kommunikationsmöglichkeiten des Internet voll ausschöpfe.

Wann sich die Microsoft-Investition in Produkten manifestieren soll, blieb jedoch offen. "Daraus könnten Dinge entstehen, die wir heute noch nicht voraussehen", erklärte Groove-Chef Ozzie. Zunächst einmal gehe es um die Integration und Verbesserung jener Techniken, die von den Kunden nachgefragt werden. Laut Ozzie binde die Kooperation seine Firma jedoch in keiner Weise exklusiv an Microsoft.