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Eigenkapital verdreifacht


26.03.1993 - 

Finanzspritze von SAP soll Ixos weiteren Wachstumsschub geben

Das Unix-Softwarehaus kann eine Finanzspritze gut gebrauchen, die Walldorfer erwarten sich durch die Vermarktung des Unix- Archivsystems als Komponente von R/3 eine Aufwertung ihres Client- Server-Produkts.

Nach dem Einstieg von SAP betraegt das Stammkapital von Ixos rund 1,1 Millionen Mark. 74 Prozent davon halten die Geschaeftsfuehrer, 16 Prozent Mitarbeiter und zehn Prozent die SAP. Durch diese Beteiligung erhoehte sich das Eigenkapital von einer auf drei Millionen Mark, die Eigenkapitalquote von 20 auf 50 Prozent - eine Starthilfe fuer das von Ixos angestrebte Wachstum. "Wir haetten ansonsten unsere Wachstumsgeschwindigkeit drosseln muessen", erklaert der Ixos-Geschaeftsfuehrer Eberhard Faerber. Zudem verspricht er sich von der engeren Zusammenarbeit mit SAP und der Einbindung in das R/3-Geschaeft bessere Absatzmoeglichkeiten.

SAP wiederum hofft, durch die Beteiligung am Know-how des innovativen Softwarehauses profitieren zu koennen. So rechnet Gerd Oswald, Mitglied der SAP-Geschaeftsleitung und zustaendig fuer die Einfuehrung von R/3, dass das Archivsystem von Ixos zu einer besseren Vermarktung von R/3 beitraegt. Direktes Mitspracherecht erwerben die Walldorfer durch die Beteiligung nicht, da keine besonderen gesellschaftsvertraglichen Rechte vereinbart wurden. Faerber kommt zu dem Schluss, dass die SAP in ihrer Eigenschaft als Kunde groesseren Einfluss auf Ixos haben werde denn als Gesellschafter. Auch fuer SAP-Vertreter Oswald steht die finanzielle Beteiligung nicht an erster Stelle: "Die Gewinnabfuehrung wuerde eine zu geringe Verzinsung bedeuten, aber wenn wir aufgrund der Ixos-Archivsoftware mehr R/3-Systeme verkaufen koennen, lohnt sich das Geschaeft."