Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

Blick an die Nasdaq

Finger weg von Cisco!

06.04.2001
Markus Lindermayr*

Die Aktien von Internet-Ausrüstern wie Cisco, Nortel, Sycamore und Juniper sind seit geraumer Zeit im Abwärtstrend. Nachdem Cisco 75 Prozent vom Kurshoch verloren hat, weckt dies den Sammlerinstinkt. Doch Vorsicht! Die Kennzahlen im jüngsten Quartalsbericht sind nicht besonders erbauend. Forderungen und Lagerbestände haben zum Umsatz überproportional zugelegt. Möglicherweise wird es zu Preissenkungen kommen, um den Überhang los zu werden - was sich zwangsläufig auf die Marge auswirkt. Die steigenen Forderungen resultieren aus Kunden-Finanzierungsgeschäften. Hier besteht zunehmendes Kreditausfallrisiko. Doch das dicke Ende kommt erst noch. Zwar konnte der operative Cashflow gegenüber dem Vorjahresquartal um 4,8 Prozent gesteigert werden, doch ist dies Steuervorteilen durch Optionsausübungen zuzuschreiben. Die Kosten für Aktienoptionen an Mitarbeiter tauchen indes nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung auf, der Ausübungspreis ist jedoch voll steuerlich abzugsfähig. In diesem Quartal lag die Steuergutschrift 138 Prozent über der des Vorjahresquartals und macht damit bereits 58,8 Prozent des berichteten operativen Cashflows aus. Mit anderen Worten: Entsprechend bereinigt, wäre der Cashflow um sage und schreibe 58 Prozent gefallen! Nach Abzug der Investitionstätigkeit wäre der freie Cashflow damit negativ. Kein Wunder also, dass Cisco die seit Jahren beeindruckende Akquisitionsmaschinerie gestoppt und die Personalnotbremse gezogen hat. Trotz des vermeintlich günstigen Einstiegspreises kann das Fazit deshalb nur heißen: Finger weg von der Branche und von Cisco Systems!

*Stephan Hornung und Markus Lindermayr sind Analysten der CMW GmbH in München. Die hier veröffentlichten Informationen beruhen auf Quellen, die wir für vertrauenswürdig und zuverlässig halten. Trotz sorgfältiger Quellenauswahl und -auswertung können wir für Vollständigkeit, Genauigkeit und inhaltliche Richtigkeit der Angaben eine Haftung nur insoweit übernehmen, als grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz Haftung begründen. Jede darüber hinausgehende Haftung wird ausgeschlossen. Für Angaben Dritter übernehmen wir kein Obligo, Aktienanlagen sind durch stärkere Kursschwankungen gekennzeichnet.