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07.04.1978 - 

Maschinelle Verfahren der Finanzbuchhaltung und Betriebsabrechnung entwickelt:

FINK und KOLK helfen Krankenhaus-Manager

BONN (pi) - Die Computerisierung in den Krankenhäusern schreitet fort. Mit BMFT-Mitteln wurden zwei automatisierte Verfahren gefördert, die insbesondere die Klinikverwaltung vereinfachen sollen: FINK und KOLK.

Durch den gezielten Einsatz der Datenverarbeitung kann nicht nur die Krankenhausverwaltung rationalisiert, sondern auch die Überwachung und Steuerung des Betriebsablaufes verbessert werden. Dies hat nach den Worten von Bundesforschungsminister Dr. Volker Hauff der erfolgreiche Abschluß des Projektes "Einheitliche maschinelle Buchhaltung und Betriebsabrechnung in Krankenhäusern" gezeigt. Dieses vom Bundesministerium für Forschung und Technologie (BMFT) geförderte Vorhaben wurde beim Statistischen Landesamt Rheinland-Pfalz realisiert.

Insgesamt wurden rund sechs Millionen Mark in, dieses Projekt investiert. BMFT-Förderanteil: Zirka 2,8 Millionen Mark.

Im Rahmen dieses Vorhabens wurden FINK und KOLK entwickelt. Das maschinelle Verfahren der Finanzbuchhaltung in Krankenhäusern (FINK) übernimmt die gesamte Kontenführung sowie die Erstellung der Saldenliste, der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, so daß der Krankenhausverwaltung nur die Belegkontierung verbleibt. Das maschinelle Verfahren der Kosten- und Leistungsabrechnung in Krankenhäusern (KOLK) soll als Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung den Betriebsablauf offenlegen und eine Wirtschaftlichkeitskontrolle erleichtern. Daneben werden Unterlagen für die Preisbildung (Selbstkostenblatt) geliefert. Mit diesen maschinellen Verfahren der Finanzbuchhaltung und Betriebsabrechnung werden wesentliche Anforderungen des Krankenhausfinanzierungsgesetzes und der Bundespflegesatzverordnung an das für Krankenhäuser ab 1.1.1978 verbindliche Rechnungswesen erfüllt. An der Durchführung waren der Bund, die Bundesländer, kommunale und kirchliche Stellen sowie die Deutsche Krankenhausgesellschaft beteiligt. Hauff bezeichnete diese aktive Zusammenarbeit bei der Projektdurchführung als besonders erfreulich, weil dadurch Parallelentwicklungen in den einzelnen Bundesländern vermieden und die Entwicklungskosten auf einen Bruchteil gesenkt werden konnten. Darüber hinaus werden die Einheitlichkeit der Verfahren und die Vergleichbarkeit der Ergebnisse bundesweit sichergestellt.

FINK wird bereits in über 1000 Krankenhäusern eingesetzt. Die Erprobung von KOLK in Modellkrankenhäusern konnte inzwischen weitgehend abgeschlossen werden. Um die Einheitlichkeit der Verfahren bei künftigen Ergänzungen und Modifikationen zu gewährleisten, wurde eine zentrale Verfahrens- und Programmpflegegruppe gegründet, die von den beteiligten und Bundesländern und den kommunalen und kirchlichen Einrichtungen finanziert wird.