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15.09.1978 - 

Platten-Controller mit automatischer Fehlerkorrektur-Routine:

Fire-Code toleriert Aufzeichnungsfehler

Eine Menge technischer Informationen enthielt der CW-Bericht "Minicomputer Subsysteme vom Disk-Store" von Christoph Heitz in CW-Nr. 34 vom 18. August 1978, Seite 10. Heitz hatte den amerikanischen Platten-Hersteller System Industries als Deutschland-Newcomer vorgestellt. Die System Industrie (Deutschland) GmbH schichte uns dazu folgende Ergänzung:

Bei ECC (Error Correction Code) geht es um eine automatische Fehlerkorrektur-Routine in Anlehnung an die IBM-Spezifikationen für Magnetdatenträger dieser Plattenspeicherklasse. Die Aufzeichnungskriterien für die Plattenoberfläche erlauben nämlich für das magnetische Speichern auf Platte gewisse Fehler innerhalb bestimmter Grenzen. IBM konnte diese Fertigungstoleranz zulassen, weil dieses Unternehmen seine Plattenspeicher, beziehungsweise Controller, mit ECC ausgestattet hatte. Es handelt sich um einen Algorithmus über den sogenannten 56-Bit IBM Firecode (Fire = unseres Wissens nach der Name des Erfinders bei IBM), der es erlaubt, diese tolerierten Aufzeichnungsfehler ohne Zeitverlust beim Lesen und Schreiben zu korrigieren. Auf diese Weise lassen sich Speicherfehler bis zu 22 Bit Länge automatisch beheben, was den Spezifikationen der Datenträger entspricht.

Die Vorteile für den Anwender liegen auf der Hand: Ohne die ECC-Option im Controller müßte er 100prozentige ERROR FREE DATA PACKS verwenden, also selektierte, fehlerfreie Plattenstapel aus der Produktion, die rund 10 bis 20 Prozent mehr kosten (bei Preisen von 1500 bis 2500 Mark pro Plattenstapel ist das ganz erheblich).

Mit ECC kann er außerdem sämtliche Spuren auf den Speicheroberflächen ausnutzen, also die Speicherkapazität erweitern. Zudem gibt es keine BAD BLOCK-Markierung mehr, denn wenn ein Aufzeichnungsfehler außerhalb von ECC liegt, ist nachgewiesen, daß der magnetische Datenträger (Platte) außerhalb der Fehlertoleranz liegt. Er kann dem Hersteller zum Umtausch zurückgegeben werden. Deshalb hatte IBM auf Datenträger einmal die "Garantie auf Lebenszeit" eingeführt.

Es sei noch der Hinweis erlaubt, daß bei "normalen" Plattenspeichern und Controllern und bei nicht ausgesuchten Standard-Datenträgern aufgrund von BAD-BLOCK- oder BAD-TRACK-Fehlerzuordnung der Nachweis des Garantieanspruchs schlecht oder gar nicht zu führen ist.

_AU: