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24.11.2005

Firefox 1.5 ist schneller und sicherer

Die Version 1.5 des Open-Source-Browsers Firefox vereinfacht Updates und schützt Surfer.

Kurz vor Schluss gab es noch einen dritten Release Candidate, dann kam am 29. November die Freigabe von "Firefox 1.5". Die auffälligste Neuerung ist ein Mechanismus für inkrementelle Updates. Für Sicherheits-Patches und Produkt-Upgrades muss jetzt nicht mehr das gesamte Programm aus dem Internet heruntergeladen werden, sondern nur noch der tatsächlich neue Teil, dessen Umfang die Entwickler auf lediglich 200 bis 700 KB kalkulieren.

Hohes Entwicklungstempo

Der Anwender bekommt einen Hinweis auf ein vorliegendes Update und hat die Option, es sofort oder später abzuholen. Der Vorgang lässt sich auch unterbrechen und später wieder aufnehmen. Das System ist dabei so konfigurierbar, dass Unternehmen mit den Updates auch eigene Erweiterungen verteilen können. Das Firefox-Projekt geht davon aus, dass künftig alle sechs bis acht Wochen ein kleineres Update anfallen wird. Größere Upgrades sollen alle sechs bis neun Monate erscheinen.

In der neuen Version des Browsers gibt es eine Funktion, mittels derer Anwender ihre privaten Daten durch einen Klick löschen können. Was gelöscht wird, lässt sich festlegen: Browsing und Download History, Cookies, Passwörter, Cache, authentizierte Sessions sowie Form-Informationen stehen zur Auswahl. Das ist insbesondere dort wichtig, wo verschiedene Anwender ein und denselben PC verwenden, beispielsweise in Internet-Cafes oder Büchereien.

Bei Firefox-PCs ist es Websites unmöglich, Programme herunterzuladen oder zu starten, ohne dass der Anwender dies explizit gestattet. Der Browser hebt sichere Web-Seiten durch eine gelb unterlegte URL hervor - und zwar mit der Adresse der tatsächlich sendenden Quelle. Sicherheitslösungen von anderen Unternehmen, beispielsweise Yahoo Anti-Spy oder der Scamblocker von Earthlink, lassen sich als Extensions in den Browser integrieren.

Mit dem neuen Browser surft es sich deutlich schneller als mit der Version 1.0. Das liegt zum einen daran, dass Firefox nun mit der Engine "Gecko 1.8" statt mit der Version 1.7 arbeitet. Zum anderen muss man in der Adressleiste nur Klartext eingeben, zum Beispiel "New York Times", weil ein Google-Suchmechanismus in die Location-Bar integriert ist. Außerdem kann der Anwender aus einer Liste von 4500 Vorschlägen ein Verzeichnis mit seinen wichtigsten Suchmaschinen zusammenstellen, die sich auf einen Klick ansprechen lassen.

Viele Seiten gleichzeitig

Verbessert wurde das "Tabbed Browsing". Dabei werden mehrere Web-Seiten aufgerufen und parallel im Browser vorgehalten. Sie lassen sich über "Tabs", eine Art Kateikartenreiter, einzeln öffnen oder auch alle gleichzeitig verkleinert neben- und übereinander auf dem Bildschirm anzeigen. Die lästigen Pop-up- und Pop-under-Fenster verschwinden hinter einem kleinen Icon oder in einer Benachrichtigungszeile. Einzelne Fenster kann man jedoch gezielt zulassen.

Weitere Verbesserungen: Die Meldungen über die Ursachen fehlgeschlagener Internet-Verbindungen kommen jetzt nicht mehr kryptisch, sondern im Klartext daher. Das Optionsmenü ist einfacher gestaltet. Besonders interessant sind die Möglichkeiten, Firefox über "Extensions" zu erweitern. Die Website https://addons.mozilla.org bietet Informationen zu mehr als 700 Firefox-Extensions.

Das Open-Source-Projekt Firefox schätzt, dass weltweit 40 bis 50 Millionen Personen den Browser verwenden. 750000 Reviewer haben den letzten Release Candidate der Version 1.5 getestet. Der Marktanteil des Browsers beträgt nach Messungen des französischen Unternehmens Xiti Monitor in Deutschland 28 Prozent. (ls)