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12.02.1999 - 

Firmen kaufen zunehmend im Internet ein

Firmen kaufen zunehmend im Internet ein Beschaffung wird 2001 zu einem Drittel über das Web abgewickelt

MÜNCHEN (CW) - Forrester Research befragte europäische Firmen nach ihren Plänen, über das Web einzukaufen. Einige Unternehmen nutzen bereits die Kostenvorteile der elektronischen Beschaffung, viele sind aber skeptisch und zögern.

Im Rahmen einer Studie über das Engagement europäischer Unternehmen bei der Beschaffung via Internet befragte die europäische Niederlassung des US-Marktforschers Forrester Re- search 85 Firmen sowie 23 Anbieter von E-Commerce-Technik und Dienstleistungen. Zwar kaufen zur Zeit nur wenige europäische Firmen über das Internet ein, doch diejenigen, die diesen Schritt bereits gewagt haben, sind damit erfolgreich und planen, zukünftig die Beschaffung über das elektronische Medium auszuweiten, lautet das Ergebnis der Erhebung. Im Jahr 2001, so prognostizieren die Marktforscher, werden europäische Unternehmen ein Drittel ihrer Beschaffungen über das Internet abwickeln.

Nicht etwa die Geschäftsleitungen sondern vor allem die IT- und Einkaufsabteilungen seien die treibenden Kräfte hinter der Nutzung der Internet-Technik für die elektronische Beschaffung. Nach Meinung der Analysten zählen die Kostenersparnis sowie eine Effizienzsteigerung bei geringen Einstiegskosten zu den Vorteilen. Darüber hinaus erlaube der Internet-Einkauf Preisvergleiche sowie das Kennenlernen neuer Produktangebote.

Zu den Pionieren gehören die Babcock Dienstleistungs GmbH sowie Siemens Business Services aus Deutschland, der schwedische Telekommunikationskonzern Ericsson und die britische Warenhauskette Sainsburys. Babcock kauft so pro Jahr 400000 Positionen im Wert von 400 Millionen Mark über das Netz, das sind zehn Prozent des Beschaffungsvolumens. Dadurch spart das Dienstleistungsunternehmen per anno 40 Millionen Mark ein. Vor allem Büromaterial, Möbel, Arbeitsschutzkleidung, aber auch PCs bezieht Babcock elektronisch. Das Unternehmen investierte für seine Web-gestützte Einkaufsumgebung binnen 18 Monaten lediglich zwei Millionen Mark.

Verstoß gegen Firmenkultur

Damit sich die Forrester-Prognose bewahrheitet, muß sich aber noch einiges tun. Nach Überzeugung der Marktforscher zögern viele europäische Firmen noch. In den Vorstandsetagen herrsche vielfach noch Skepsis über die strategische Bedeutung des Web. 25 Prozent der befragten Firmen gaben an, der Web-basierte Einkauf stehe nicht im Einklang mit der Unternehmenskultur. Zudem seien die Einkaufs- und DV-Abteilungen der Unternehmen mit der Umstellung auf den Euro beschäftigt gewesen. Immerhin ließen aber 40 Prozent der Befragten durchblicken, daß sie die Möglichkeiten des elektronischen Einkaufs nutzen wollen. In den USA ist die Beschaffung über das Internet schon selbstverständlich. Manche Ämter, wie beispielsweise die Raumfahrtbehörde Nasa, sind angewiesen, bestimmte Einkäufe nur noch über das Web zu tätigen.