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31.01.2005

Firmen schöpfen Potenzial von Befragungen kaum aus

In vielen Unternehmen erfüllt die Mitarbeiterbefragung nur eine Alibi-Funktion.

Mitarbeiterbefragungen gehören mittlerweile zum festen Bestandteil der Personalarbeit. Mit den Befragungen sollen die interne Führungsqualität, Motivation und das Betriebsklima verbessert werden. Firmen haben erkannt, dass demotivierte Mitarbeiter und eine schlechte Zusammenarbeit Geld kosten. Doch die Unternehmen schöpfen längst nicht das ganze Potenzial des Instruments aus und scheuen sich, die angesprochenen Veränderungen auch umzusetzen.

Im Rahmen eines Kooperationsprojekts der Forschungsgruppe Management + Marketing in Kassel und des Lehrstuhls für Marktorientierte Unternehmensführung in der TU Dresden wurde der Stellenwert der Mitarbeiterbefragung in der Praxis bereits zum zweiten Mal untersucht. Zur Online-Befragung wurden bundesweit 470 Personalverantwortliche angeschrieben, von denen zwölf Prozent die Fragen beantworteten.

Grundsätzlich stehen die meisten Personaler der Mitarbeiterbefragung positiv gegenüber. Auch seitens der befragten Mitarbeiter stößt das Instrument auf eine breite Akzeptanz. Die befragten Firmen gaben an, dass 70 Prozent ihrer Mitarbeiter an den von ihnen veranstalteten Befragungen teilnahmen.

Mitarbeiter erwarten Ergebnisse

Allerdings wird der Nutzen ambivalent eingeschätzt. Während eine reine Abfrage des Stimmungsbilds als überflüssig angesehen wird, leitet mehr als die Hälfte keine klaren Handlungsschritte aus den Ergebnissen einer Befragung ab. Nur 40 Prozent messen den Erfolg von Verbesserungsmaßnahmen. Allerdings wissen die Personalverantwortlichen, dass die Anforderungen an das HR-Management steigen.

Die Autoren empfehlen deshalb, aussagekräftige Erhebungen zu betreiben, und die Ergebnisse als Grundlage für einen Verbesserungsprozess heranzuziehen und diesen auch umzusetzen. Setzt ein Unternehmen dagegen die Erkenntnisse nicht um, entsteht seitens der befragten Mitarbeiter der Eindruck, die Befragung erfülle lediglich eine Alibifunktion. (iw)