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07.05.2009

Firmen setzen nur zögernd auf soziale Medien

Aus Sicherheitsgründen haben vor allem Unternehmen in Deutschland Vorbehalte gegen Facebook & Co. im Business-Umfeld.

Trotz der Verbesserungen, die Social Media im Hinblick etwa auf Kundenbeziehungen ermöglichen, gibt es hierzulande noch starke Vorbehalte gegen die neuen Kommunikationsmittel. Deutsche Firmen hegen im internationalen Vergleich die stärksten Bedenken gegen die Nutzung sozialer Medien im Unternehmen. Das ergab eine von Avanade initiierte Umfrage unter 541 internationalen Führungskräften, darunter 22 Managern aus Deutschland.

Hiesige Manager sind besonders skeptisch

Zu Social Media zählen beispielsweise Web-Gemeinschaften wie Facebook.com, Linkedin.com oder Xing.com. Laut Studie äußerten alle deutschen Befragten Sicherheitsbedenken gegenüber sozialen Medien. Insgesamt waren 76 Prozent der Studienteilnehmer dieser Meinung. Auch die Angst vor unerprobten Techniken ist in Deutschland offenbar am größten: Während darin 80 Prozent der hiesigen Firmenlenker ein weiteres Bedrohungspotenzial sehen, teilen umfrageweit nur 58 Prozent diese Bedenken.

Trotz aller Skepsis erkennen deutsche Chefs die Vorteile, die soziale Medien bieten, offenbar klarer als ihre internationalen Kollegen: Während insgesamt 60 Prozent der Studienteilnehmer glauben, die Unternehmensführung verkenne das Potenzial für Angestellte und Kunden, sind hierzulande nur 41 Prozent dieser Ansicht. Frühe Nutzer sozialer Medien sind sogar der Meinung, dass sich durch die neuen Kommunikationsmittel der Ruf ihres Unternehmens bereits verbessert habe.

Gleichzeitig sehen sie die Vorteile sozialer Medien

Laut Studie ist das Social Networking für viele Firmen der nächste entscheidende Schritt zum kollaborativen Arbeiten. Zudem kommen soziale Medien an jeden Arbeitsplatz – schlichtweg, weil viele Angestellte sie privat und dienstlich nutzen, um ihre sozialen Netze zu pflegen. Dieser Ansicht sind 82 Prozent der Teilnehmer aus Deutschland (75 Prozent weltweit). (kf)