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08.08.1997 - 

Outsourcing/Kommentar

Firmen suchen microsofisticated Outsourcer

Eigene DV-Abteilung, eigene Systeme, eigene Computerexperten? Können andere billiger, schneller, flexibler. Doch die Anziehungskraft des radikal Neuen, der erhofften Alternative ist verflogen. Von Gesamt-Outsourcing ist wenig zu vernehmen, seit einiger Zeit ist signifikanterweise nur noch von "selektiver" Auslagerung der DV die Rede. Daß eher Meldungen über neue Abschlüsse zu finden sind als solche über beendete Verträge oder Partnerwechsel, liegt nur daran, daß die wenigsten Zeitgenossen sich in negativen Schlagzeilen erwähnt sehen möchten.

Es gab und gibt eine Menge Enttäuschungen für die Anwender. Die simple Lösung, sich die Sorgen und die Kosten der DV vom Leib zu halten, ist Outsour- cing nicht. Sich die Groß-DV vom Halse zu schaffen war auch nicht das Gelbe vom Ei. Als wahrhaft belastend erwies sich etwas anderes: Das Wintel-Kleinvieh macht den Mist.

Die billigen kleinen Rechner, die Unabhängigkeit von "Geht-nicht-so-bald" und Anwendungsstau der Mainframe-DV versprachen, sind zu hochkomplexen vernetzten Systemwelten ausgewachsen. Sie haben eine neue, ebenso beklemmende Abhängigkeit gebracht: die von User-Support und Helpdesk.

Der Helpdesk, die hoffentlich "microsofisticated" Instanz für Endanwender mit Fragen im Umgang mit der Software, ist eines der blühenden Segmente im Outsourcing-Markt. Und das dürfte auch so bleiben, denn Microsoft hat zum Beispiel bei Windows 95 vor allem die Hardware-Einbindung verbessert. Das bedeutet weniger Trouble für die User-Supporter mit Schraubenzieher und Installationsdisketten, aber weiterhin viel Arbeit für die Helfer in Sachen Software. Käme Bill Gates auf die Idee, seine aufgeblähten Programme in kleine Komponenten zu zerlegen, würde er sich wohl noch mehr Feinde schaffen, diesmal bei den Helpdesk-Outsourcern.