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06.02.2004 - 

Imc stellt sich auf neue E-Learning-Herausforderungen ein

Firmen wollen Leistungsnachweise sehen

MÜNCHEN (CW) - Online-Lernen tritt in eine neue Phase. Es muss "ein Instrument für die nachweisbare Steigerung der Unternehmens-Performance sein", fordert der Vorstandsvorsitzende des E-Learning-Unternehmens Imc, Wolfgang Kraemer, im Vorfeld der Karlsruher Bildungsmesse Learntec.

Die Diskussion der letzten zwei Jahre um den Return on Investment (RoI) von E-Learning war wichtig, ist jetzt aber in eine neue Phase eingetreten. Statt kostenfixiert nach der Rentabilität zu fragen, wird das Problem nun vom Kopf auf die Füße gestellt", ist Kraemer überzeugt. Die Kunden fordern den positiven Nachweis eines Leistungsgewinns, quasi einen "Rely on Performance. Die Personalentwickler müssten also nicht mehr in erster Linie ihre Ausgaben verteidigen, sondern ihren Beitrag zur Unternehmensentwicklung nachweisen. Das sei zwar nur eine leichte Verschiebung in der Argumentation, habe aber "erhebliche Auswirkungen auf die Organisation von Training und Weiterbildung", erläutert der Saarbrücker E-Learning-Experte den neuen Trend.

In den Mittelpunkt der Aufgaben für Personal-Manager rückt durch den neuen Fokus auf Business Performance das Management des Lernens. Dabei, so hat die Imc definiert, gehe es um die "Planung, Steuerung, Analyse und Bewertung von Lern- und Wissensinhalten, Lehr- und Lernprozessen, Mitarbeiterkompetenzen und Trainingsressourcen zum Zweck der Erreichung betriebswirtschaftlicher Ziele.

Hinter der umständlich klingenden Definition stecken laut Imc zwei einfache Kerngedanken: Es geht nicht nur darum, Lerninhalte in einer Online-Plattform zur Verfügung zu stellen, wie dies mit dem Begriff E-Learning verbunden wird, sondern darum, dass Personaler ein Instrument bekommen, mit dem sie alle Aufgaben der Trainingsverwaltung erledigen können. Dazu zählen auch das finanzielle Controlling sowie die Ressourcenverwaltung. Wichtig sei aber auch eine enge Verzahnung mit den Kerngeschäftsbereichen und Prozessen des Unternehmens. "Trainingsabteilungen müssen in der Lage sein, ihre Lehr- und Lernprozesse auf die jeweiligen Geschäftszwecke ihrer internen Auftraggeber abzustimmen und kurzfristig anzupassen", fordert Kraemer.

Viele Anwendungsfelder

Ferner seien der Mitteleinsatz, die Prozesse, die Kompetenzen der Mitarbeiter und die Trainingsinhalte auf bestehende Bedarfe hin zu planen. "Die Trainingsabteilungen müssen in der Lage sein, ihre gesamten Aktivitäten im Detail durch klare Kennziffern zu erfassen und zu beurteilen", so der Imc-Chef.

"Wenn man diesen Ansatz beim Wort nimmt, dann bedeutet das eine hohe Vernetzung mit den Geschäftsprozessen - und umgekehrt eine tiefe Integration der Learning-Management-Systeme in die IT-Landschaft des Unternehmens, ergänzt Frank Milius, Produktvorstand der imc. Die Integration unterschiedlicher Learning-Management-Lösungen auf technischer wie auf organisatorischer Ebene könne mit Best-of-Breed-Lösungen nicht so effektiv erreicht werden wie mit integrierten Systemen.

Best-of-Breed-Lösungen sind hoch spezialisierte Problemlöser für klar definierte und begrenzte Aufgaben - wie das Recruiting von Mitarbeitern. Sie bieten für diese Aufgaben auch einen erheblichen Funktionsumfang. Doch entweder lassen sich solche Systeme nicht in die sie umgebende IT-Landschaft des Unternehmens eingliedern, oder aber diese Integration bedeutet einen hohen Aufwand, der die Vorteile der Spezialisierung schnell zunichte machen kann. Allein für das E-Learning gebe es zahlreiche Anwendungsfelder, für die jeweils Best-of-Breed-Lösungen existieren: virtuelle Communities, Test-Management, Autoren-Tools, Skill-Management, Event-Management, Live-Collaboration-Tools, Learning-Content-Management und Learning-Management-Systeme. (hk)