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01.08.1986

Firmware emuliert AT auf neuem Prozessor:Phoenix liefert ROM-BIOS für den 80386

NORWOOD (pi) - Phoenix Technologies beginnt in diesen Tagen mit der Auslieferung seines neuen AT-kompatiblen ROM-BIOS für den 32-Bit-Prozessor 80386 von Intel an wichtige OEM-Kunden.

Das 80386-ROM-BIOS ist ein grundlegendes Element der Systemsoftware und als solches essentiell für Hersteller, die mit neuentwickelten Rechnern auf der Basis dieses Prozessors PC-Kompatibilität erreichen wollen. Das Produkt enthält speziell für den 80386 entwickelte neue Merkmale, wie erweiterte CPU-Diagnoseprogramme, volle Testfähigkeit von 32-Bit-Speichern und Unterstützung des Arithmetik-Koprozessors 80387. Es nutzt auch die in der Architektur dieses Prozessors implementierten Mechanismen zum Wechsel zwischen den Betriebsarten "Real" und "Protected". Diese finden insbesondere bei Softwaretechniken wie virtuellem Massenspeicher oder Overlay-Management Anwendung.

"Im Gegensatz zu unseren früheren Emulationen von IBMs BIOS-Firmware für den PC, XT, AT und die EGA-Videoplatine handelt es sich beim 386-BIOS nicht um die Emulation einer neuen Hardwareumgebung, sondern um die Nachbildung des existierenden ATs, übertragen auf einen neuen Prozessor, nämlich den 80386", erklärte Phoenix-Geschäftsführer Neil J. Colvin. "Die Präsentation einer IBM-Maschine auf 386-Basis steht noch aus", fuhr der Geschäftsführer fort, "aber andere Computerhersteller schalten schnell auf den 80386 um. Da diese Hersteller Kompatibilität zu bestehenden PCs als Markterfordernis betrachten, ist das Ausmaß der Systemverträglichkeit ebenso ein kritischer Punkt wie die Qualität des gesamten BIOS".

Mehr als 80 Unternehmen fungieren mittlerweile als OEMs für die Systemsoftware dieses Herstellers, darunter AT&T, Tandy, NEC, Kaypro, Apollo, Hewlett-Packard und Xerox. Unter den OEMs, die in letzter Zeit Rechner mit Phoenix-Produkten angekündigt haben, befinden sich dem US-Unternehmen zufolge auch die Siemens AG, Apricot und Sun Microsystems.