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22.10.2004

First Look: MDA III teuer durch WLAN

Die neue Generation des Pocket-PC von T-Mobile wartet neben dem hohen Preis mit WLAN und ausziehbarer Tastatur auf - verzichtet aber auf UMTS.

Von CW-Redakteur Jürgen Hill

Zu den wohl wichtigsten Neuerungen des MDA III zählt im Vergleich zu seinem Vorgänger, dem MDA II, eine ausziehbare Tastatur, integrierter Wireless-LAN-Anschluss sowie Windows Mobile 2003 Second Edition als Betriebssystem. Neben den verbesserten Sicherheitsfunktionen bietet das neue Betriebssystem die Möglichkeit, den Bildschirm auch horizontal zu nutzen, was beispielsweise beim Surfen deutlich angenehmer ist. Leider entspricht das Display mit seiner QVGA-Auflösung nicht mehr dem Stand der Technik, denn aktuelle Pocket-PCs sind bereits mit VGA-Bildschirm erhältlich. Anfangs gewöhnungsbedürftig war der im Vergleich zum Vorgänger feine Gelbstich des Displays. Allerdings hat dies den Vorteil, dass die Anzeige nicht mehr so grell wirkt wie ein rein weißer Hintergrund.

An der ausziehbaren Tastatur, die angenehm blau beleuchtet ist, dürften sich wohl die Geister scheiden. Ältere Zeitgenossen mit nachlassender Sehkraft werden im Lieferumfang des MDA III eine Lesebrille vermissen, denn die Beschriftung der Tasten ist winzig. Dafür überrascht die Folientastatur mit einem spürbaren Druckpunkt, wobei der User aber keine allzu großen Finger haben sollte. Alternativ empfiehlt es sich deshalb, im Bedarfsfall mit dem PDA-Stift auf der Tastatur zu tippen. Unabhängig von der gewählten Methode, lassen sich mit der Schiebetastatur Texte deutlich schneller eingeben als mit der Bildschirmtastatur des Betriebssystems.

Ansonsten entpuppte sich der MDA III wie sein Vorgänger als waschechter Pocket-PC mit allen Vor- und Nachteilen dieser Gerätegattung. Wer einmal einen MDA II in den Händen hatte, findet sich auch beim MDA III auf Anhieb zurecht - sieht man von einigen geänderten Systemeinstellungen ab. Die Sprachqualität des integrierten Telefons entspricht dem heutigen Standard, wobei der Benutzer entweder per Headset oder über das eingebaute Mikrofon und den Lautsprecher telefonieren kann. Leider war für unser Testgerät der Blackberry-Client noch nicht verfügbar, denn den entsprechenden E-Mail-Push-Dienst "RIM Connect" will T-Mobile nach eigenen Angaben erst Ende 2004 anbieten. Letztlich offeriert der MDA III für den Benutzer, der bereits mit einem Modell der zweiten Generation arbeitet, wenig Neues, sieht man einmal von der Möglichkeit ab, in Hotspots per integriertes WLAN 802.11b online zu gehen. Ausserhalb dieser lokalen Funkzellen ist unterwegs mit GPRS leider nur Schmalband angesagt. Nach dem UMTS-Start hätte man hier eigentlich mehr erwartet. Den Verzicht auf UMTS begründete T-Mobile bei der Pressevorstellung damit, dass es hierfür derzeit keine Nachfrage gebe. Besitzer eines MDA II werden deshalb wohl eher auf die vierte Gerätegeneration warten, die dann hoffentlich mit UMTS und VGA-Display auf den Markt kommt. Für alle anderen ist der MDA III als Kombigerät durchaus eine Alternative zu Telefon und PDA.

Fazit

Mit dem MDA III setzt T-Mobile das erfolgreiche Konzept des MDA II, die Integration von Pocket-PC und Telefon in einem Gerät, fort. Gegenüber dem Vorgänger punktet der MDA III vor allem mit seiner Schiebetastatur und integriertem WLAN. Für Besitzer eines MDA II stellt sich allerdings die Frage, ob diese Neuerungen den empfohlenen Verkaufspreis von fast 780 Euro wert sind. Anders sieht es dagegen aus, wenn aufgrund einer Vertragsverlängerung oder eines -wechsels die Möglichkeit besteht, den MDA III zu einem günstigeren, subventionierten Preis zu erhalten.

Technische Daten MDA III

Länge x Breite x Höhe in mm: 125 x 72 x 19

Gewicht: etwa 210 Gramm

Stand-by-Zeit: 15 Stunden nur PDA, sonst 168 Stunden

Sprechzeit: etwa 4 Stunden

Akku: Lithium-Polymer, 1490 mAh

Frequenzbänder: Quad-Band (GSM 850/900/1800/1900 MHz)

WLAN: 11 Mbit/s, 802.1lb

GPRS: Klasse 10

Display: Farb-Display (65 000 Farben, TFT-transflektiv, 240 x 320 Pixel, 3,5 Zoll)

Kamera: VGA

Tastatur: aufschiebbare QWERTZ-Tastatur

Prozessor: Intel XScale mit 400 MHz

Speicher: 128 MB SDRAM (für Betriebssystem 64 MB Flash-ROM)

Externer Erweiterungs-Slot: SD-Format

Betriebssystem: Windows Mobile 2003 SE Phone Edition

Software: Word, Excel, Outlook, PPT-Viewer, PDF-Viewer

MMS: Foto- und Video-Messaging fähig

E-Mail: E-Mail Client/ E-Mail Push (RIM Connect) ab Ende 2004

Browser: Internet Explorer für WAP und HTML

Konnektivität: Bluetooth, IRDA, USB, externer Antennenanschluß

Synchronisation: Active Sync 3.71

Preis (ohne Vertrag): 779,95 Euro

Vor- und Nachteile des MDA III

+ Fortsetzung des erfolgreichen MDA-II-Konzepts;

+ Schiebetastatur;

+ integriertes WLAN;

+ Windows Mobile 2003 SE;

+ Blackberry-Client Ende 2004 erhältlich.

- Nur GPRS, kein UMTS;

- kein VGA-Display;

- Tastatur für große Finger zu klein;

- winzige Tastaturbeschriftung.