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05.07.2005

Fiscus ist tot - es lebe Konsens

Millionen wurden verschleudert, um einheitliche Software für Finanzämter zu entwickeln.

Das Ende der Fiscus GmbH ist beschlossene Sache. Zwar hofft Geschäftsführer Olaf Bruhn, die Firma nach einem Management-Buyout (MBO) weiterführen zu können. Doch die Länderfinanzminister wiesen in einem Beschluss vom 23. Juni ihre Vertreter in der Gesellschafterversammlung der Fiscus GmbH an, die Auflösung vorzubereiten und die Gesellschaft geordnet abzuwickeln.

Damit ist die Bonner Firma endgültig daran gescheitert, eine bundesweit einheitliche Steuersoftware für die rund 120000 Beamten in 650 Finanzämtern zu entwickeln. Bereits seit 1991 werkelten die Finanzbehörden der 16 Bundesländer an dem Mammutprojekt - ohne durchschlagenden Erfolg.

Nun reißen die Länder erneut die Kontrolle an sich. Unter dem Projektnamen "Koordinierte neue Softwareentwicklung der Steuerverwaltung" (Konsens) übernehmen Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen die Verantwortung.

Wie viel Geld das Fiasko den Steuerzahler kostet, ist noch nicht zu beziffern. Experten gehen davon aus, dass die Behörden bislang rund 400 Millionen Euro verschleudert haben. (Ausführlicher Bericht auf Seite 11.) (ba)