Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

Fit für das Going Public

Fit für das Going Public Siemens HL ist nun unter den Top ten

22.01.1999
MÜNCHEN (CW/vwd) - Die Siemens AG ist erstmals in die Riege der zehn größten Chiphersteller der Welt aufgestiegen und sieht deshalb ihren Konzernbereich Halbleiter (HL) für den geplanten Börsengang gut gerüstet.

Der Chef des Konzernbereichs Halbleiter (HL) Ulrich Schumacher fühlt sich durch Anfang Januar vom US-Marktforschungsunternehmen Dataquest veröffentlichte Zahlen in seiner Strategie bestärkt. "Wir spielen nun in der Liga der stärksten Global Player und sehen uns in unserer Expansionsstrategie bestätigt", kommentierte der Siemens-Verantwortliche vergangene Woche die Ergebnisse des "Preliminary 1998 Semiconductor Ranking". Demzufolge ist der Münchner Elektronikgigant 1998 bezogen auf den Umsatz von Rang zwölf auf Platz zehn der weltweit größten Halbleiterhersteller vorgerückt. Eine starke Marktstellung wiederum sei Voraussetzung für künftige Verbesserungen in puncto Ertrag und weiteres qualitatives Wachstum, so Schumacher.

Siemens HL sei somit optimal auf den bevorstehenden Börsengang vorbereitet. 1993 noch auf Rang 19, verzeichneten die Münchner den Angaben zufolge im vergangenen Jahr mit einem Umsatz von umgerechnet rund 6,8 Milliarden Mark (ein Plus von mehr als zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr) das größte Wachstum unter den 20 weltweit größten Chipproduzenten. Zudem habe Siemens als einziges Unternehmen mit starker Präsenz im DRAM-Markt den Umsatz steigern können. Allerdings hatte man gleichzeitig aufgrund des Preisverfalls einen Rekordverlust von 1,2 Milliarden Mark eingefahren. Besagtes Minus wiederum war Ende 1998 ausschlaggebend für den Beschluß der Siemens-Spitze, das Halbleitergeschäft auszugliedern und an die Börsen zu bringen.

In den sogenannten Non-Memory-Bereichen, etwa bei System-Chips für Kommunikations-Equipment, Halbleitern in der Kfz-Elektronik sowie Hochfrequenz-ICs, sei man indes profitabel gewachsen, heißt es bei Siemens. In Europa belege man als Chipproduzent weiterhin Rang zwei. Weltweit führt nach wie vor Intel (22,6 Milliarden Dollar, plus 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr) die Dataquest-Liste der umsatzstärksten Hersteller mit großem Abstand an. Platz zwei hält die japanische NEC Corp., die allerdings mit Einnahmen in Höhe von knapp 8,3 Milliarden Dollar ein Minus von 19,1 Prozent hinnehmen mußte. Platz drei nimmt der US-Konzern Motorola ein, dessen Halbleiterumsatz 1998 gegenüber dem Vorjahr um 14,2 Prozent auf 6,9 Milliarden Dollar schrumpfte. Nur sechs der 20 Top-Anbieter verzeichneten laut Dataquest im vergangenen Jahr überhaupt Umsatzzuwächse.