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23.08.2007

Fitch sieht bei deutschen Banken keine Systemkrise

LONDON/FRANKFURT (Dow Jones)--Das deutsche Bankensystem befindet sich nach Einschätzung der Ratingagentur Fitch ungeachtet der Turbulenzen an den internationalen Kreditmärkten nicht in einer Krise. "Es scheint keine systemische Krise im deutschen Bankensektor zu geben", heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht. Die Agentur bestätigte auf dessen Basis die Emittentenausfallratings (IDR) für die deutschen Banken.

LONDON/FRANKFURT (Dow Jones)--Das deutsche Bankensystem befindet sich nach Einschätzung der Ratingagentur Fitch ungeachtet der Turbulenzen an den internationalen Kreditmärkten nicht in einer Krise. "Es scheint keine systemische Krise im deutschen Bankensektor zu geben", heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht. Die Agentur bestätigte auf dessen Basis die Emittentenausfallratings (IDR) für die deutschen Banken.

Nach Berechnungen von Fitch entfallen auf deutsche Banken Liquiditätslinien im Volumen von etwa 250 Mrd USD gegenüber den so genannten Conduits, die forderungsbesicherte Schuldtitel, Asset-backed Commercial Paper (ABCP), ausgegeben haben. Das sei etwa ein Fünftel der Absicherung insgesamt. Alle deutschen Banken werden nach Einschätzung der Agentur ihre Liquiditätszusagen auch einhalten können.

"Fitch beurteilt die meisten deutschen Banken als gut positioniert, um jegliche Markterschütterung von beschränktem Ausmaß aufzufangen, weil die Banken sowohl ihre jeweilige Finanzstärke und den Grad ihrer Risikostreuung in den vergangenen Jahren außerordentlich verbessert haben", urteilt Ian Linnell, der Leiter für den Bereich Finanzinstitutionen bei Fitch Ratings in London. Allerdings warnt er vor erheblichen Liquiditätsschocks bei deutschen Banken für den Fall, dass Kreditzusagen von Conduits abgerufen werden.

Thomas von Lüpke, Leiter des deutschen Bankenteams in Frankfurt, sieht zusätzlich zuwachsende Risiken bei deutschen Banken, wenn jene Geschäftsvehikel abgewickelt werden, die bisher in den Bilanzen der Mutterkonzerne nicht auftauchten. Außerdem müssten die Institute etwaige Verluste aus dem Subprime-Geschäft tragen und sich darauf einstellen, dass die Umsätze mit einigen ihrer bisher verfolgten Geschäftsfelder sinken werden.

Nach Angaben von Fitch gibt es derzeit keine verlässlichen Daten, die den deutschen Anteil am weltweiten Subprime-Engagement beziffern. Würde man ihn aber mit einem Fünftel ansetzen und zusätzlich davon ausgehen, dass rund 5% der gesamten Subprime-Kreditsumme ausfallen wird, dann bliebe die Belastung bei unter 3% des gesamten Eigenkapitals der deutschen Banken, schreibt Fitch.

Die Einnahmen deutscher Institute, die strukturierte Finanzierungsprodukte und andere Hochzinsprodukte anbieten, werden laut der Studie im zweiten Halbjahr niedriger ausfallen als in den ersten sechs Monaten.

Webseite: http://www.fitchresearch.com/

DJG/rio/cbr

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