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10.01.2008

Fixed Mobile Convergence kommt

Thomas Konrad 
Unternehmen können Mobilfunk und Festnetz bereits verschmelzen.

Next Generation Networks (NGNs) sind in Carrier-Netzen auf dem Vormarsch. Unabhängig vom Endgerät und dem Zugangsnetz soll damit eine Fülle konsistenter Dienste zur Verfügung stehen. Unternehmen brauchen aber nicht zu warten, bis die Betrei-ber Fixed-Mobile-Convergence (FMC-)Dienste anbieten. Mit Enterprise-FMC-Lösungen können Mitarbeiter schon heute kostengünstig über WLAN telefonieren und via Mobilfunknetz auf Funktionen der "heimischen" Telefon-anlage zugreifen, die für das produktive Arbeiten unterwegs unverzichtbar sind.

Hier lesen Sie ...

wie Fixed-Mobile-Szenarien bereits heute realisiert werden können;

welche Vorteile das Zusammenwachsen von Mobilfunk und Festnetz bietet;

worauf Sie bei der Auswahl einer FMC-Lösung achten sollten.

COMPUTERWOCHE- Fachkonferenz

Wer nicht investiert, verliert: Fehlende Konvergenz kostet Millionen, resümieren die Marktforscher von Insignia Research nach einer aktuellen Befragung von 500 Unternehmen. Allein der Verzicht auf Unified-Communications-Anwendungen schlägt bereits bei Firmen ab 100 Mitarbeitern mit einem Millionen-Dollar-Fehlbetrag zu Buche. Mit Hilfe neuer Next Generation Networks können Unternehmen indes bestehende und neue Anwendungen effizienter betreiben und somit von vielen Vorteilen innovativer IP-Netze profitieren.

Die COMPUTERWOCHE-Fachkonferenz "Next Generation Networks - von VoIP zu Unified Communications" am 18. Februar 2008 in Frankfurt am Main informiert über den aktuellen Paradigmenwechsel in der Unternehmens-IT und leitet wertvolle Informationen für die Weiterentwicklung Ihrer IT-Strategie ab.

Nach dem Einstieg in die Voice-over-IP-Technologie gilt es, alle Netzwerkapplikationen und Unternehmensprozesse konsequent auf IP auszurichten und dabei die Vorteile von IP und neuer Services zu nutzen.

Auf der COMPUTERWOCHE- Fachkonferenz Next Generation Networks erfahren Sie durch Vorträge renommierter Experten und Anwender unter anderem, wie Sprache und Kommunikationsdienste als bedarfsorientierte Applikationen in einer SOA-Umgebung funktionieren, wie Sie mit intelligenten Kommunikationslösungen Geschäftsprozesse erfolgreicher gestalten, welche Vorteile Mobile VoIP und die Integration mobiler Endgeräte ins Netz bieten, warum und wie Unified Communications effektivere Kommunikationsabläufe ermöglicht und welche Sicherheitsvorkehrungen Sie dabei treffen müssen. Weitere Informationen und Anmeldung unter: www.computerwoche.de/ngn.

Die Topline der Box

Stand der FMC-Technik

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Interne Wahl

Benutzer von Dual-Mode-Geräten können von einem beliebigen Standort aus, sei es innerhalb oder außerhalb der Geschäftsräume, die vierstellige Nebenstellennummer der IP-Telefonanlage des Unternehmens nutzen. So brauchen die Mitarbeiter nur eine Telefonnummer ihrer Kollegen zu kennen.

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Session Access Control

Network Adress Translation (NAT) für im WLAN registrierte Dual-Mode-Geräte. SIP-Registrierfunktion zur Präsenzerkennung. Wenn ein Dual-Mode-Gerät mit der FMC-Anwendung verbunden ist, wird seine IP-Adresse per NAT umgesetzt und der IP-Telefonanlage für zukünftige Verbindungen zur Verfügung gestellt.

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Unterbrechungsfreies Roam-in und Roam-out

Unterbrechungsfreies Handover von bestehenden Verbindungen zwischen WLAN und Mobilfunknetz (Roam-in und Roam-out). Einen SIP-Client für MS Windows Mobile und Symbian-Geräte, der es ermög-licht, SIP-Verbindungen aufzubauen und Roam-in und Roam-out zu nutzen, enthält beispielsweise die Siemens-Mobileconnect-Lösung.

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Ein Gerät, eine Nummer

Das Single-Number-Merkmal sorgt dafür, dass vom Mobilgerät abgehende Anrufe als von der Büronummer stammend angezeigt werden - selbst dann, wenn das Mobilfunknetz verwendet wird.

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TK-Anlagen-Anruffunktionen

Unterstützt werden erweiterte Anruffunktionen der IP-Telefonanlage wie etwa Anruferkennung, Halten, Parallelruf und Konferenz.

Mehr zum Thema

www.computerwoche.de

1849979: Nokia Siemens Networks bringt VoIP in die Hosentasche;

1848914: Huawei will den Markt für Smartphones aufmischen;

590402: Femtocells statt Dual-Mode-Handys?

Der erste Schritt in Richtung FMC wurde auf der Ebene der Endgeräte vollzogen: Seit einiger Zeit sind Dual-Mode-Handhelds auf dem Markt, die es erlauben, nicht nur im Mobilfunkmodus zu telefonieren, sondern auch im WLAN per Voice over WLAN. Damit steht dem Nutzer zwar ein weiteres Netz zur Verfügung, eine echte Konvergenz ist aber noch nicht erreicht.

Daher arbeiten weltweit Telekommunikationsanbieter mit Hochdruck am Aufbau von Next Generation Networks. Mit der Einführung von IP-Multimedia-Subsystemen (IMS) soll die Konvergenz von Festnetz und Mobilfunknetzen erreicht werden. Egal, ob stationär oder mobil - der Teilnehmer ist dann über sein persönliches Endgerät unter einer Rufnummer immer erreichbar. Er kann unterwegs die gleichen Dienste nutzen wie im Büro oder zu Hause. Dazu zählen etwa ein einheitliches Adressbuch oder Kalender. Es gibt nur noch einen Anrufbeantworter (Sprachbox) und nur noch eine Rechnung.

In modernen Unternehmensnetzen ist längst Alltag, was in Carrier-Netzen noch nicht flächendeckend verfügbar ist. "Voraussetzung für Enterprise FMC ist der Einsatz von Dual-Mode-Endgeräten, eine SIP-kompatible Telefonanlage und ein firmenweites Netz, das Voice-over-WLAN-fähig ist", erklärt Marcus Birkl, Experte für Wireless-Technologien bei Siemens Enterprise Communications. Mit Hilfe von FMC-Appliances lassen sich Dual-Mode-Endgeräte problemlos in die Telefon-Infrastruktur von Unternehmen einbinden. Als echte Nebenstelle der Telefonanlage stellen sie so den Nutzern sämtliche Leistungsmerkmale zur Verfügung. Auf diese Weise bleiben die Anwender laut Birkl mobil, unabhängig vom Mobilfunkbetreiber und seiner Netzverfügbarkeit.

Gerade die Unabhängigkeit vom Mobilfunk ist ein schlagendes Argument für Enterprise FMC. Schließlich nimmt die Mobilität der Mitarbeiter innerhalb der Unternehmen kontinuierlich zu, wie verschiedene Marktforschungsinstitute mit aktuellen Studien belegen. Untersuchungen haben ergeben, dass Mobilgeräte zu 20 bis 40 Prozent innerhalb der Geschäftsräume genutzt werden. Ein bedeutender Anteil der im Unternehmen getätigten Mobiltelefonate erfolgt innerbetrieblich, sogar von Handy zu Handy. Der durchschnittliche Firmen-Mobiltelefonkunde verursacht also zwischen 40 und 80 Prozent der Gebühren an Orten, an denen eigentlich ein preiswertes Festnetz verfügbar wäre. Diese Bequemlichkeit treibt die Mobilfunkgebühren kräftig in die Höhe.

Telefonieren im WLAN senkt die Kosten

Einen Weg aus der Kostenfalle soll Enterprise-FMC weisen. Telefonieren die Mitarbeiter in WLANs, sinken die Mobilfunkgebühren stark. Voraussetzung für FMC im Unternehmensnetz ist ein sicheres und leistungsfähiges Firmen-WLAN, welches die Übertragung von Sprache in ausreichender Qualität unterstützt. Wichtig für VoWLAN sind zudem das schnelle Roaming von einer WLAN-"Blase" zur nächsten (definiert im IEEE-Standard 802.11e) und die Abhörsicherheit (IEEE-Standard 802.11i).

Ein weiteres Element für Enterprise-FMC ist die unternehmensweite Einführung von Voice over IP auf der Grundlage von SIP-Kommunikationsplattformen (Session Initiation Protocol). Das Signalisierungsprotokoll ist extrem flexibel und so weit verbreitet, dass es de facto zum Standard in der IP-Telekommunikation avanciert ist. Da über eine SIP-Adresse die aktuelle IP-Adresse eines Teilnehmers ermittelt werden kann, bildet SIP zugleich die Grundlage für die Konvergenz der unterschiedlichen Kommunikationswege. Unter dieser einheitlichen SIP-Adresse, die in der Form an eine E-Mail-Adresse erinnert (etwa benutzername@IP-Adresse oder @SIP-Domain), können Festnetz- und Mobilfunknummer ebenso verwaltet werden wie E-Mail und Instant Messaging.

Eine FMC-Appliance, die zwischen Telefonanlage und WLAN (WLAN Controller) geschaltet wird, fungiert dabei als Mobility Server. Der Server steuert und koordiniert den Sprachdatenverkehr zwischen den Netzen. Er sorgt im Zusammenspiel mit der IP-Kommunikationsplattform dafür, dass sämtliche Leistungsmerkmale sowohl im GSM- als auch im WLAN-Modus zur Verfügung stehen und die eingesetzten Dual-Mode-Endgeräte beziehungsweise deren Mobility-Clients in die Applikationswelt eingebunden werden. Darüber hinaus unterstützen sie die Dual-Mode-Geräte bei der Auswahl des besten verfügbaren Netzwerks für Anrufe und garantieren damit für eine hohe Dienstgüte bei gleichzeitiger Kostenoptimierung. Diese wird dadurch erreicht, dass automatisch die jeweils kostengünstigste Option gewählt wird - auf dem Firmengelände ist das in der Regel das unternehmenseigene VoWLAN. Auch öffentliche Hotspots und das Heim-WLAN können für das drahtlose Telefonieren genutzt werden. Wird die Verbindung schwächer, etwa wenn der User sich aus der Reichweite der WLAN-Blase herausbewegt, schaltet das Dual-Mode-Gerät die Verbindung automatisch und vom Benutzer unbemerkt auf ein Mobilfunknetz um, ohne dass das Gespräch abbricht (seamless handover).

Produktivitätssteigerung und Flexibilität

Über die Einsparung von Mobilfunkgebühren hinaus bringt FMC den Unternehmen auch Vorzüge in der Arbeit. "Die Produktivitätssteigerung der Mitarbeiter liegt dabei ganz vorn", schildert Siemens-Mann Birkl aus Erfahrung. Im Gegensatz zu früher sind die Handys im Kommunikationsfluss keine Fremdkörper mehr. Vielmehr werden die Dual-Mode-Geräte logisch vollständig in die ITK-Infrastruktur integriert und zu einer vollwertigen Nebenstelle der Telefonanlage. Die mobile Nutzung von Funktionen wie Anrufumleitung, Sprachnachrichten, Anruflisten und Konferenzen erleichtert so die Kommunikation und Zusammenarbeit erheblich.

Ein anderer wichtiger Aspekt ist die Netzwerkredundanz zwischen VoWLAN und öffentlichem Mobilfunknetz, die unterbrechungsfreie Telefondienste garantiert. Unabhängig davon, ob ein Teilnehmer sich im Büro aufhält, durchs Treppenhaus läuft oder im Lager zu tun hat - er kann stets mit gleicher Dienstegüte telefonieren und dabei beliebig den Standort wechseln.

Für das Unternehmen bedeutet die Einführung von FMC zudem eine deutlich bessere Kontrolle über die mobile Kommunikation. Gesprächsdaten lassen sich jetzt auch von mobilen Endgeräten ermitteln und erfassen - das war bislang nur von drahtgebundenen Nebenstellen möglich. Zudem können Sicherheitseinstellungen über die Luftschnittstelle sehr einfach verändert und dem aktuellen Bedarf angepasst werden. So lässt sich etwa das mobile Gerät bei Verlust oder Diebstahl sperren. Anrufe können durch FMC entsprechend den unternehmensinternen Anforderungen beliebig im eigenen Unternehmensnetz geroutet werden und gehen nicht mehr im Mobilfunknetz verloren.

Innovative Hersteller von Enterprise-FMC-Lösungen wie Siemens begnügen sich aber nicht damit, die Funktionen moderner IP-Telefonanlagen mobil verfügbar zu machen. Sie arbeiten bereits daran, das komplette Spektrum von Unified-Communications-Anwendungen (UC) für das produktive Arbeiten unterwegs zu erschließen. Mit dem FMC-Client ihres Dual-Mode-Geräts können die Nutzer dann auf sämtliche Kommunikationska-näle und Message-Boxen zugreifen und ihre persönliche Kommunikationszentrale von jedem Ort der Welt aus steuern. Dabei geht es nicht nur um Funktionen wie mobile E-Mail oder Instant Messa-ging. Viel wichtiger ist die mobile Presence-Funktion, mit der der Nutzer unterwegs den persönlichen Präsenzstatus beziehungsweise seine Erreichbarkeit einstellen kann. Umgekehrt sieht er, wie, wann und auf welchem Weg Kollegen und virtuelle Teammitglieder erreichbar sind. (hi)