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01.05.1992 - 

Intel stellt neue, nicht-flüchtige Speicher vor

Flash-Memories legen sich mit DRAMs und mit Festplatten an

MÜNCHEN (see) - Die Intel Corp. steht mit ihren nicht-flüchtigen Speicherbausteinen in Konkurrenz sowohl zu DRAM-Chip- als auch zu Festplatten-Anbietern: Ein neuer 8-Mbit-Flashfile-Speicher und eine Familie von Speicherkarten zwischen vier und 20 MB Kapazität wurden jetzt weltweit vorgestellt.

Die jüngsten Flash-Memory-Produkte des amerikanischen Chip-Riesen sollen ab sofort in OEM-Stückzahlen verfügbar sein. Hans Geyer, Direktor und General Manager Europe der Intel GmbH, nannte vor der Presse in München auch bereits Preise: Bei einer Bestellmenge von 10000 Stück des 8-Mbit-Flash-Chips mit 120 Nanosekunden Zugriffszeit kostet demnach das Exemplar 29,90 Dollar. Erst später soll eine weitere Version mit 85 Nanosekunden Zugriffszeit ausgeliefert werden. Für die Flash-Memory-basierten Speicherkarten - Abnahmemenge mindestens 1000 Stück - verlangt Intel 163,50 Dollar (4 MB), 331,50 Dollar (10 MB) beziehungsweise 611,50 (20 MB).

Der 8-Mbit-Flash-Chip (Intel-Nomenklatur: "28F008SA") ist aus 16 einzeln löschbaren Blöcken von jeweils 64 Kilobit aufgebaut. Jeder dieser Blöcke kann nach Angaben des Herstellers 100000mal gelöscht werden. Als Versorgungsspannung soll der Chip fünf Volt zum Lesen und zwölf Volt zum Löschen und Schreiben erfordern. Eine Nur-Leseversion kommt angeblich mit 3,3 Volt Spannung aus. Als Alternative zu rotierenden Festspeichern Positioniert Intel seine Flash-basierten Speicherkarten mit Festplatten-Emulation.

Die Kreditkarten-großen mobilen Datenträger erfüllen die Spezifikation des amerikanischen PCMCIA-Standards 2.0 und des japanischen Jeida-Standards 4.1, teilte Geyer mit.

Die Flashfile-Treibersoftware, Version 2.0, von Microsoft wurde gleichzeitig mit der Einführung der Intel-Produkte angekündigt. Gegenwärtig noch in der Beta-Testphase, soll die Software im Sommer dieses Jahres freigegeben werden. Sie soll nicht nur den PCMCIA-Standard, sondern auch nicht kompatible Flash-Karten unterstützen. Die Lizenznahme der Treiber durch Hard- und Softwarehersteller wird kostenlos sein, teilte Microsoft mit. Einer dieser Hersteller wird NCR sein. Wie Produkt-Manager Dieter Meissle, bei der Augsburger NCR GmbH verantwortlich für Pen-basierte Rechner, mitteilte, plant der Hersteller, Pentops mit Intel-Flash-Karten anstelle von Festplatten anzubieten.