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10.12.2007 - 

Warum Händler Solid State Discs verkaufen sollten

Flash-Speicher statt Festplatten

Fachhändler sollten jetzt Solid State Discs in ihr Portfolio aufnehmen, sagt zumindest George Linardatos. Lesen Sie, welche Vorteile SSDs gegenüber herkömmlichen Festplatten haben.

Hinter der englischen Bezeichnung Solid State Disc verbirgt sich eine auf Flash-Chips basierende Speicherlösung, die wie eine Festplatte arbeitet. SSDs kommen ohne bewegliche Teile aus. Dadurch ergeben sich viele Vorteile.

Gute Argumente

Für die SSD sprechen:

sehr kurze Datenzugriffszeit (bis zu 60 Mal schneller als eine her-kömmliche Festplatte)

längere Lebensdauer (rund sie-ben Mal länger als eine vergleich-bare 2,5-Zoll-Festplatte)

geringe mechanische Empfind-lichkeit (bis zu fünf Mal höhereStoßfestigkeit)

niedrigere elektrische Leistungs-aufnahme (ca. vier Mal nied-riger)

absolut geräuscharm (0 dB ge-genüber 25 dB)

Demgegenüber hat die Festplatte folgende Vorteile:

deutlich günstigerer Preis je GB (0,20 Euro vs. 8 Euro bei SSD) und

ca. 20 Prozent schnellere Daten-übertragung (via Controller)

Mit steigender Kapazität bei fallenden Preisen werden SSD-Lösungen eine Alternative für Geschäftskunden sowie für Endverbraucher im gehobenen Preissegment. So gibt es bereits Notebooks mit SSD statt Hard Drive Disc (HDD).

Der Händler hat mit diesem Produkt durch entsprechende Beratung die Möglichkeit, sein Kompetenzprofil zu stärken, und kann sich von Wettbewerbern und Flächenmärkten abgrenzen. Welcher Kunde wünscht sich nicht einen energieeffizienten Flüster-PC oder ein leichtes und leises Notebook mit einer langen Akku-Laufzeit? Wenn der Rechner zudem noch schneller bootet und Programme schneller starten, werden die Stärken der SSD gegenüber herkömmlichen HDD- und Hybrid-Festplatten sofort greifbar.

Ich möchte die oben beschriebenen Vorteile von SSDs noch einmal ausführlich erläutern. Solid State Discs sind schock- und vibrationstolerant, lautlos und besonders Strom sparend. Bei sequentiellen Schreib-/Lesegeschwindigkeiten können SSDs noch nicht mit aktuellen SATA-HDDs mithalten. Jedoch sprechen für die SSD besonders kurze Zugriffszeiten über den gesamten Speicherbereich, die insbesondere beim Booten des Betriebssystems und Programmstarts eine große Rolle spielen. Mit einer Reaktionszeit von nur 0,2 Millisekunden (zum Beispiel 2,5-Zoll-SSD der Firma Transcend) ist der Zugriff 60 Mal schneller als bei einer herkömmlichen 2,5-Zoll-Festplatte mit durchschnittlich zwölf Millisekunden. Woran liegt das?

Eine SSD verfügt nicht, wie von einer Festplatte gewohnt, über rotierende Scheiben und einen sich bewegenden Zugriffsarm mit Schreib-/Lesekopf. Die Bauweise der SSD ist vollkommen starr daher die Bezeichnung "Solid State". Die Daten werden auf rein elektronischem Weg auf die Speicherblöcke der Nand-Flash-Chips übertragen. So erklärt sich auch, dass SSDs bei etwa der Hälfte des Gewichtes erheblich robuster sind als HDDs. Erstere überstehen im Betrieb Stöße von bis zu 1.500 G im Vergleich zu HDDs, die etwa 300 G unbeschadet aushalten. Vereinfacht ausgedrückt: Sie können eine SSD aus dem fünften Stock fallen lassen ohne dass die Flash-Chips beschädigt werden.

Außerdem sind SSDs völlig geräuschlos, während bei HDDs eine Geräuschentwicklung im Betrieb je nach Gerät und Typ von mindestens 22 bis 29 dB festzustellen ist. Nicht zu vernachlässigen ist zudem die sehr geringe Abwärme der SSDs. Herkömmliche HDDs müssen mit genügend Luftstrom versorgt werden, damit sie keinen Hitzetod erleiden. Bei Einsatz von SSDs laufen Gehäuselüfter viel weniger und mit niedrigerer Drehzahl der Rechner bleibt leise.

Die Schreib-/Lesegeschwindigkeiten können je nach Chiptechnologie variieren. Bei der mit zirka 300 Euro (UVP) vergleichsweise günstigen "32 GB Flash IDE SSD" in der MLC-Variante von Trans-cend liegen die Lese-/Schreibraten bei bis zu 26/13 MB pro Sekunde. Auch der Stromverbrauch ist ein Pluspunkt für die SSD mit Werten von z.B. 0,5 Watt im Schreibzugriff verbraucht die SSD deutlich weniger als eine Festplatte.

Preise und Fazit

Bereits jetzt kann man einen Preisverfall beobachten. Zum Beispiel hat sich der empfohlene Verkaufspreis inklusive Mehrwertsteuer für die 32-GB-2,5-Zoll-SSD von Trans-cend um 50 Prozent reduziert von 449 auf 299 Euro.

Aufgeschraubte Solid State Disc von Transcend
Aufgeschraubte Solid State Disc von Transcend
SSDs lassen sich leicht in Notebooks ein- oder ausbauen.
SSDs lassen sich leicht in Notebooks ein- oder ausbauen.

Die positiven Aspekte überwiegen. Warum also verlangt der Verbraucher noch nicht danach? Die Antwort ist einfach: Der Verbraucher kennt die Vorteile noch nicht. Und genau das ist Ihre Chance. Zwar ist es mit ein wenig Beratungsaufwand verbunden dieser ist jedoch lohnend. Nicht nur, dass Sie sich durch die Beratung einen Vorteil gegenüber dem Retail-Kanal schaffen gerade jetzt, in den ersten zwei Jahren dieses neuen Produktes, sind damit gesunde Margen möglich. In fünf Jahren wird sich die SSD gegen die Festplatte durchgesetzt haben. Mit einer guten Beratung werden Sie neue Stammkunden gewinnen. Denn schließlich kauft man ja nur da wieder ein, wo man gut beraten wird.

George Linardatos

ist Geschäftsführer bei Transcend Deutschland.

Kontakt und Infos:

www.transcend.de