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19.02.1993 - 

Briefe

Flexibilitaet (k)eine Frage des Alters

Obwohl ich mit meiner vergleichsweise geringen DV-Praxis (9 Jahre) und einem Informatikstudium nicht gerade zu den DV- Pionieren gehoere, kann ich die Erregung des Herrn Stoffmehl voll unterstuetzen.

In meiner Beraterpraxis erlebe ich immer wieder auf erschreckende Weise, wie die Ueberzeugung und das Selbstbewusstsein von jungen, studierten Mitarbeitern von ihrem Wissen und ihrer Leistung nach einigen gezielten Testfragen doch in sich zusammenbricht und nur einige gelernte Schlagworte verbleiben. Aber gerade diese helfen ihnen, ihre oft schon aelteren Vorgesetzten und Mitarbeiter zu taeuschen. Wer hat schon den Mut, zum Beispiel Themen wie "rel. DBs" oder "Objektorientierung" zu hinterfragen und damit der herrschenden Mode zu widersprechen.

Auch in puncto Flexibilitaet und Lernfaehigkeit erstaunen mich die "eingefahrenen" Mitarbeiter immer wieder. Und sie erreichen dies, obwohl sie in der Regel zeitlich viel staerker durch Altlasten gebunden sind und in ihre Fortbildung weniger Zeit und Geld investiert wird als in die Newcomer.

Ihnen, als DV-Leiter, empfehle ich nur, nach der Projekteinfuehrung die Fehleranfaelligkeit von neuen Ablaeufen zu bewerten. Sehr haeufig werden Sie erkennen, dass gerade die Anwendungen, die vom Fachbereich akzeptiert werden und dem RZ wenig Probleme bereiten, eben nicht von den wissenschaftlich ausgebildeten Kollegen stammen, sondern von den DV-Pionieren konzipiert und realisiert wurden.

Aber schon schlaegt das naechste Vorurteil zu: "problemlose Ablaeufe muessen doch einfach trivialer Natur gewesen sein". Daher mein Tip an alle "alten Hasen": Versaeumen Sie nicht, jede Woche Ihrem Vorgesetzten die Probleme und Schwierigkeiten zu schildern (auch wenn Sie bereits die Loesung griffbereit haben) und hueten Sie sich davor, Probleme einfach nur zu loesen!

Dipl.-Inform. (FH) Wolfgang Ritter,

7250 Leonberg