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16.08.1996 - 

Gastkommentar/

Flexible Objekte haben Konjunktur

Helmut Wilke Vice-President Europe, Centura Software

Da sich durchsetzt, was einfach ist, haben wir jetzt die Web-Fraktion, die die Welt nur noch durch einen Browser sieht.

Plötzlich kommen neue, Web-geprägte Anbieter ins Spiel, die sich auf den Aufbau und die Vermarktung von HTML-Seiten konzentrieren. Aber vieles ist hier noch unausgegoren: Hält das WWW, was es verspricht? Bei aller Euphorie ist das kaum zu sagen. Immerhin könnte man einen Browser auch ganz schlicht als ein primitives, aber universelles User Interface auffassen.

Entwickler stehen jedenfalls vor unter Umständen weitreichenden Entscheidungen. Sollen sie noch auf Client-Server-Computing setzen? Trifft man mit 3-Tier und darauf spezialisierten Tools die bessere Wahl? Verlangt der Markt auch dann noch nach Internet-Technologie, wenn der Medien-Hype vorbei ist? Manch einer wird versuchen, sich einen Platz im Microsoft-Lager zu sichern und sein Heil im Komponenten-Business zu suchen.

Zum Glück lassen sich Entscheidungen isolieren. Letztlich beziehen sich nämlich alle Alternativen nicht auf die Entwicklung, sondern auf den produktiven Einsatz der Anwendungen. Sauber programmierte Objekte können später in ganz verschiedenen Umgebung ganz verschiedene Dienste leisten: als Client, als Anwendungs-Server oder über einen Browser.

Benötigt werden also leistungsfähige Werkzeuge, mit denen man sich weder an eine Datenbank noch an eine Installationsophilosphie bindet. Von den Entwicklern ist die Disziplin zum sauberen Anwendungsdesign mit klaren internen Schnittstellen verlangt. Wer dieser Forderung entspricht, hat sich dem beschriebenen Entscheidungsdruck entzogen: Der Anwender kann dann selbst festlegen, ob er sein neues Produkt als Microsoft-Komponente OCX ablaufen lassen will oder auf einem Server mit Aufruf von einem Web-Browser. Vielleicht reicht ihm sogar das gute alte Client-Server-Computing völlig aus.