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29.06.1990 - 

Sparc-Technologie durchgängig vom Laptop bis zum Zahlenfresser

Floating Point Systems setzt auf Sparc-Chips für Supercomputer

MÜNCHEN (zek) - Mit einem Supercomputer auf Sparc-Basis will die Floating Point Systems Corp. (FPS) aus Portland im US-Bundesstaat Oregon auch bei den "Number Crunchern" den Weg in Richtung Standards weisen. Damit ist Sparc die erste Prozessortechnologie, die Anwender vom Laptop bis zum Supercomputer nutzen können.

Das FPS-System "500 EA Open Standard Supercomputer" ermöglicht den sofortigen Zugriff auf die Sun-OS-Entwicklungsumgebung und die Nutzung von Sparc-Software in einer Supercomputer-Umgebung.

Grundlage für den Sparc-Supercomputer ist das seit rund

drei Jahren angebotene FPS System 500. Aufgrund seiner modularen Bauweise, basierend auf der sogenannten "Scalable Interconnect Architecture" (SIA), können selbst Anwender, die bereits ein System 500 besitzen, durch Austausch einer Prozessorplatine auf die Sparc-Lösung umsteigen. Das macht den 500 EA besonders geeignet als Supercomputer in einem Netz von Sparc-Workstations und Servern.

SIA ermöglicht außerdem, skalare, vektororientierte und parallele Prozessortechnologien in einem einzigen Gerät zu integrieren. Das erlaubt sogenanntes "heterogenes Processing",

wobei der Computer auf die Prozessor-Architektur zugreift, die für die jeweiligen Rechenaufgaben am besten geeignet ist.

Gleichzeitig mit dem Sparc-Prozessor stellte die FPS dann auch den ersten integrierten Matrix-Koprozessor vor. In einer durchschnittlichen Konfiguration von 28 parallelen Rechenelementen, basierend auf dem Intel 860, liefert er eine Performance von 1 GFLOPS für Matrix-Algorithmen, wie sie beispielsweise im High-end-Engineering, bei Bildverarbeitung oder seismischer Forschung anfallen.

Eine Maximum-Konfiguration hat 84 Parallel-Elemente und erreicht eine Spitzenleistung von 6,7 GFLOPS. Damit übersteigt das FPS System 500 EA zur Zeit sogar den bisher schnellsten Superrechner, die Cray Y-MP. Gegenüber dem Wettbewerb setzt FPS auch auf ein günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis: Gegenüber der COMPUTERWOCHE erklärte Stephen P. Campbell, bei FPS Vice President of Marketing, daß man bei einer Cray Y-MP rund 6000 Dollar pro MFLOPS veranschlagen muß, während das System 500 EA mit Matrix-Prozessor je nach Konfiguration zwischen 200 und 400 Dollar pro MFLOPS kostet.

Gegenüber den beiden wichtigsten Wettbewerbern, Convex

und Alliant, setzt FPS mit den neuen Rechnern in erster Linie auf die Vorteile der SIA, des Matrix-Prozessors und der Sparc-Architektur. Mit letzterer sei das System 500 EA der einzige Supercomputer, so Stephen Campbell, für den von der Markteinführung an neben reiner Superrechner-Software auch allgemeine Applikationen verfügbar sind.

Zielgruppe: Unis und Labors

Mit den neuen Systemen wendet sich FPS an seine traditionellen Zielmärkte, die sich in erster Linie aus Universitäten, Forschungseinrichtungen großer Unternehmen und staatlichen Labors zusammensetzen. In Deutschland wird das System 500 EA an die Universität Bonn ausgeliefert, wo es im Rechenzentrum als "General Purpose Computer" betrieben werden soll.