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12.04.1985 - 

Erst sechs Anträge entsprechen den Bedingungen:

Förderung ist problematisch für "Kleine"

WIEN (apa) - Das neue Förderungsprogramm für Innovationen im Bereich Mikroelektronik stellt Klein- und Mittelbetriebe vor größere formelle Probleme als Großunternehmen. Obwohl sich rund 200 Betriebe für die Förderung, die je Firma mit l0 Millionen Schilling jährlich begrenzt ist, interessiert haben, gibt es bisher erst sechs Anträge, die den geforderten Kriterien entsprechen.

Dazu kommen noch 15 "unkomplette" Anträge, erklärte Dr. Hermann Bodenseher, der Leiter der Abteilung Informationsverarbeitung im Wissenschaftsministerium. Gerade Kleinunternehmen scheinen beim Ausfüllen des Antrages, der entsprechend dem Ansuchen für ERP-Kredite gestaltet wurde, überfordert, sagte Bodenseher. Großunternehmen hätten bei diesem Verfahren mehr praktische Erfahrung. Doch sei diese Entwicklung zu erwarten gewesen, und die Mikroelektronikförderung werde demnächst auch von den kleineren Unternehmen beansprucht. Es sei zu erwarten, daß das Förderungsvolumen von 250 Millionen Schilling für 1985 voll ausgenützt werde.

Die "gültigen" bisher eingereichten Projekte befassen sich mit Halbleitertechnik, Mikroprozessoren, Kommunikationstechnik und Robotertechnik. Es handelt sich um Vorhaben mit Investitionsvolumina zwischen 1,6 Millionen Schilling und 100 Millionen Schilling. Die versuchte Praxis, daß Banken als Förderungswerber auftreten, um damit ihren Kunden günstige Finanzierungspakete zu offerieren, werde nicht akzeptiert, sagte Bodenseher weiter.

Das Förderungsprogramm Mikroelektronik wurde von der Bundesregierung für die Jahre 1985 bis 1987 beschlossen. Für jedes der drei Jahre beträgt der Förderungsrahmen 250 Millionen Schilling. Es werden sowohl Anlageinvestitionen als auch immaterielle Vorhaben wie Softwareentwicklung, Schulung und Markteinführung gefördert. Die wissenschaftliche Beurteilung der Anträge liegt im Bereich des Wissenschaftsministeriums die betriebsund volkswirtschaftliche beim Ministerium für öffentliche Wirtschaft und Verkehr.

Bodenseher betonte die Bedeutung der Mikroelektronik für die österreichische Industriestruktur. Denn Österreich verfüge über ein hohes Potential an Wissen, das dazu eingesetzt werden müsse um die traditionelle "Schlotindustrie" durch moderne, umweltfreundliche Fertigungen zu ersetzen. Das Förderungsprogramm werde mit geringstem Personalaufwand verwaltet. Je ein Beschäftigter mit Werksvertrag wurde hierfür in beiden befaßten Ministerien aufgenommen.