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10.10.1980 - 

Die Industrialisierung der Informationsverarbeitung

Folge 14

Bei dieser Serie handelt es sich um den Vorabdruck einer Auftragsarbeit für den schwedischen Computerhersteller Datasaab.

All dies miterwägend kann man wohl als ablauforganisatorisches Grundgesetz formulieren: Die Automation der Informationsversorgung ist um so wirtschaftlicher, je mehr es gelingt, Verarbeitungsautonomie in der operationalen Ebene zu installieren.

Gleichwohl gibt es bedeutende Anwendungen, in denen die vorhin formulierten Voraussetzungen wirtschaftlicher unternehmenszentraler Direktverarbeitung vorliegen. Sie erzeugen maschinellen Datentransportbedarf. Die von ihrem Problem her in Intervallen auftretenden Informationsbedarfe, die zu Stapelverarbeitungen führen, sind prinzipiell, also mit Ausnahmen unternehmenszentral, bei kleineren Firmen in kommerziellen Rechenzentren zu verarbeiten. Sie erzeugen Datentransportbedarf. Auch bei dezentralster autonomer Sofortverarbeitung besteht die Notwendigkeit der Verarbeitungsintegration, also des Austausches von Daten der Arbeitsgebiete untereinander. Verarbeitungsintegration provoziert Datentransportbedarf. Es wird zunehmend Fälle geben, in denen an sich organisatorisch selbständige Unternehmenseinheiten untereinander organisatorische Konventionen schaffen, um auf maschinell lesbaren Datenträgern oder direkt maschinell miteinander Daten auszutauschen, wie dies im Zahlungsverkehr die Banken untereinander und mit ihren Kunden in großen Volumina betreiben. Externer Datenaustausch schafft Datentransportbedarf.

Für den Datentransport gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, die sich namentlich in

- ihren Kosten,

- Volumenleistungsfähigkeit und - Geschwindigkeit voneinander unterscheiden.

Es sind dies

- Postversand

- verschiedene Arten des Bahnversandes

- Telex-Netz

- Telefon-Netz mit Wähl- und Standleitungen

- HFD-Netz

- Datex.P-Netz mit Wähl- und Standanschlüssen

- eigene und fremde Kurierdienste.

Welche Datentransporteinrichtung mit welcher Netzkonzeption auszuwählen ist, hängt vor allem von folgenden Determinanten ab:

- Datenvolumen

- Ereignisfrequenz

- Transaktionsart

- Respond-Geschwindigkeit

- Entfernung

- Netzdichte der die Daten austauschenden Verarbeitungsstellen.

Durch die erwähnenswerte Verbreiterung der Datentransportmöglichkeiten in den letzten Jahren läßt sich jeder Datentransportbedarf seinen wirtschaftlichen Umständen entsprechend lösen.

Die Absenkung der Nutzenschwelle eigenständiger, lokaler Sofortverarbeitungskapazität hat auch die Wirkung von Berichtsautomation. Es ist ein wichtiges neues Anwendungsgesetz, den autonomen Mehrfacheinsatz von Minicomputern so zu organisieren, daß sie über magnetische Datenträger (Disketten oder Magnetbandkassetten) oder durch lokale

Datenfernverarbeitungsmöglichkeiten, soweit erforderlich, Daten an benachbarte .Arbeitsgebiete oder eine zentrale Restverarbeitung abgeben und von dort empfangen können

Je niedriger auch die absoluten Hardware-Kosten von Computer-Power werden, desto mehr Berichtsgerät kann man in die Fach- und Betriebsabteilungen des Unternehmens stellen. Wo ehedem mit hohem Aufwand den Ereignissen des Unternehmens folgend Berichtsdaten manuell aufgenommen und manuell in maschinell lesbare Datenträger umgesetzt wurden, ist es immer mehr möglich, im Verbund mit dem Ereignisvollzug oft durch mikrogesteuerte Sensoren, wenn nicht die Daten gleichzeitig mit ihrer Erfassung vollständig zu verarbeiten, sie doch zumindest maschinell lesbar aufzuzeichnen.

Wird fortgesetzt