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Sun streckt seine Fühler im Echtzeitmarkt aus


15.02.1991 - 

Force portiert Sparc-Chip und Sun-OS auf seine VME-Buskarten

MÜNCHEN (hp) - Mit einer neuen Offensive in der Lizenzierungspolitik versucht Sun, ihrer Sparc-Architektur zu einer größeren Verbreitung zu verhelfen. Durch die Kooperation mit Force, dem zweitgrößten Hersteller von VME-Bus-Systemen, soll jetzt auch der Echtzeitmarkt in Angriff genommen werden.

Der VME-Bus-Hersteller erhält die Lizenz zur Produktion und Vermarktung der Sparc-1E-Chips und exklusiv das Recht, die Sparc-2E-Chips auf VME-Buskarten im Doppeleuropaformat zu sortieren.

Force, das sich bisher auf die Motorola-Prozessoren konzentrierte und auch immer noch Mitglied in der 88-Open ist, wird das Unix-Derivat Sun-OS auf die künftigen Boards portieren und somit seinen Kunden Zugriff auf rund 2100 Applikationen aus dem RISC-Bereich verschaffen. Damit will Sun seinen Anteil von 14 Prozent im Echtzeitmarkt zu erhöhen.

Das erste Ergebnis der Vereinbarungen ist die VME-Buskarte "Sparc CPU-1E". Sie basiert auf einer mit 20 Megahertz getakteten Sparc-CPU, die es laut Hersteller auf 12,5 MIPS (Million instructions per second) und auf 1,4 Mflops (Million floating-point operations per second) bringen. In der Grundkonfiguration wird das Board mit 4 MB Speicher geliefert, der sich auf maximal 16 MB erweitern läßt. Die CPU-1E von Force soll Ende April 1991 auf den Markt kommen. Die 4-MB-Version kostet rund 10 000 Mark, das Modell mit 16 MB zirka 16 000 Mark.