Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

24.08.1990 - 

Großanwender mustern proprietäre Systeme von IBM und DEC aus

Ford USA und General Electric rüsten auf offene Systeme um

FRAMINGHAM (IDG) - Für die Hersteller von proprietären Systemen brechen magere Jahre an. Mit Ford Motors und dem Luftfahrt-Bereich von General Electric (GE) wollen sich nun zwei der größten US-Unternehmen von ihren IBM- und DEC-Rechnern trennen. Nutznießer sind Hewlett-Packard (HP) und Sun Microsystems sowie das offene Betriebssystem Unix.

Ungewöhnlich an diesem Schritt sei, so Michael Gould, ein New Yorker Analyst für offene Systeme, daß beide Unternehmen nicht versuchen würden, ihre Herstellerabhängigkeit durch die Anschaffung einer heterogenen Systemlandschaft zu mildern, sondern gänzlich auf Unix umzustellen und auf ihre hergebrachte Datenverarbeitung zu verzichten. Dabei gehen Ford und GE durchaus verschiedene Wege.

So stellt der Automobilhersteller gemeinsam mit Hewlett-Packard eine Organisation auf die Beine, die die Produktivität der Fertigungsautomation bei Ford optimieren soll. Besondere Vorteile verspricht sich Ford, wenn dabei ausschließlich die Hardware eines Anbieters eingesetzt wird. Die Computer von IBM und Digital Equipment werden allerdings nicht sofort, sondern erst nach und nach ausgemustert. HP erhofft sich neben dem Hardware-Geschäft, daß im Rahmen dieser Kooperation kommerziell verwertbare Produkte entstehen. Die Idee für eine derartige Zusammenarbeit stammt von den Fertigungs- und DV-Planern bei Ford, und ursprünglich waren laut Chuck Feltner, dem Chef dieser Gruppe, auch die DV-Traditionalisten IBM und DEC mit im Anschreibungsrennen.

Der Manager wollte zwar nicht näher auf die Gründe eingehen, die zu der Entscheidung zugunsten von Hewlett-Packard führten, wies aber darauf hin, daß Rabatte dabei keine Rolle gespielt hätten.

Wie Ford hat auch General Electric Aerospace beschlossen, seinen Rechner-Park auf die Systeme eines einzigen Herstellers zu begrenzen. Bedingung war dabei die Unterstützung des Client-Server-Modells. Bei der Ausschreibung macht Sun Microsystems das Rennen. Dadurch seien die bisher eingesetzen IBM-Großrechner und DEC-VAXen überflüssig geworden sie würden jetzt durch Sun-Hardware ersetzt.

"Das bedeutet allerdings nicht," so Charlie Wise, System-, Software- und Test-Manager bei GE Aerospace, "daß wir nicht langfristig auch andere Unix-Systeme einsetzen wollen."