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16.04.2009

Forrester sieht iPhone reif für den Business-Einsatz

Die Analysten empfehlen Unternehmen, Mitarbeiter ihr beruflich genutztes Smartphone selbst kaufen zu lassen.

Ende 2007 hatte Forrester das Apple iPhone noch als ungeeignet für die Enterprise-Nutzung bewertet. Als wichtigste Punkte in seiner Top-Ten-Mängelliste führte der Analyst Benjamin Gray damals die fehlende Verschlüsselung für vertrauliche Daten, keinen Support für die Kalender- und E-Mail-Synchronisierung über Microsoft Exchange und allgemein das schwache Angebot an Anwendungen für das Mobiltelefon an. Ein gestohlenes iPhone stelle ein enormes Sicherheitsrisiko dar.

Angesichts der mittlerweile eingeführten Verbesserungen – zu nennen sind vor allem die neuen Management-Möglichkeiten und der ActiveSync-Support durch das System-Update iPhone 2.0, die große Anzahl der inzwischen verfügbaren Applikationen sowie die kommende Version 3.0 – hat Forrester nun neue Position bezogen. In der Studie "Making iPhone work in the Enterprise: Early Lessons learned" erklärt das Analystenhaus das Smartphone jetzt für Business-tauglich.

Es handle sich dabei nicht nur um ein weiteres Gerät, erklärt der verantwortliche Analyst Ted Schadler, vielmehr treibe das iPhone den Wechsel der Unternehmenskultur voran und gebe den Mitarbeitern die Freiheit, ihre eigenen Geräte zu wählen. Der eigentliche Vorteil des iPhone und anderer mobiler Internet-Devices sei jedoch, dass sie einer zunehmend mobilen Arbeitswelt eine neue Plattform für die Bereitstellung von Content und Anwendungen zur besseren Zusammenarbeit böten.

Im Unterhalt billiger als die Konkurrenz

Was die mobile E-Mail- und Kalendernutzung anbelangt, ist der Blackberry nach wie vor die erste Wahl, so der Analyst. Für alles andere sei jedoch das iPhone besser geeignet. Schadler verwies außerdem darauf, dass die Apple-Smartphones im Unterhalt wesentlich billiger kämen als Blackberries oder Windows-Mobile-Geräte, da sie weniger Support erforderten und wesentlich seltener defekt seien.

Schadlers Erkenntnisse beruhen auf Befragungen von Mitarbeitern bei Oracle, Kraft Foods und Amylin Pharmaceutical, die das iPhone im großen Stil eingeführt haben. So sind bei Oracle seit Januar bereits 4000 Geräte im Einsatz, und Kraft Foods bestellt nach eigenen Angaben seit Juli 2008 monatlich etwa 400 iPhones. Bis Ende 2009 sollen dort 4000 bis 5000 der Apple-Devices im Betrieb sein.

Bei den Gesprächen gewannen die Analysten eine Reihe von Erkenntnissen darüber, wie Unternehmen die iPhone-Nutzung am besten fördern können. Forrester empfiehlt entsprechend, dass die Mitarbeiter ihr iPhone selbst anschaffen sollten und das Unternehmen anschließend die geschäftliche Nutzung unterstützt – etwa durch die Bereitstellung von Anwendungen und Konfigurations-Tools. Ein moderiertes Wiki würde es außerdem den Besitzern erleichtern, Probleme mit ihrem Gerät selbst zu lösen.

Best Practies nur schwer übertragbar

Ob sich die Tipps auf hiesige Verhältnisse übertragen lassen, ist allerdings fraglich: So kommt es etwa in Deutschland vor, dass Mitarbeiter ihre privaten Handys auch geschäftlich nutzen. Weniger üblich ist jedoch, dass der Arbeitgeber anschließend über Policies vorschreibt, was der Besitzer mit dem Gerät zu tun beziehungsweise zu unterlassen hat.

Trotz allen Lobs räumt Schadler ein, dass das iPhone noch einige Kinderkrankheiten aufweise, etwa das Fehlen von Cut and Paste oder eines Flash-Supports. Manche dieser Mängel würden jedoch bereits mit dem angekündigten Update auf iPhone 3.0 beseitigt. (mb)