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20.09.1996 - 

Studie rät bei Intranets zum Abwarten

Forrester sieht schwarz für Novells Netware

Der Frage, ob Novell am Scheideweg steht, gingen die Marktforscher aus Cambridge, Massachusetts, in einer Befragung von 50 IT-Chefstrategen in Großunternehmen nach - mit größtenteils niederschmetternden Ergebnissen.

Danach wird Netware deutlich an Boden verlieren. Während derzeit noch 90 Prozent der befragten Companies das Produkt einsetzen, wollen in drei Jahren nur noch 48 Prozent mit dem Netzwerk- Betriebssystem arbeiten. Zweitens spielt Novell in den Internet- und Intranet-Plänen der IT-Manager zukünftig keine Rolle.

Der Autor des Reports, Jon Oltsik, Analyst Computing Strategy Service bei Forrester, nennt mehrere Gründe für das nachlassende Interesse an Novell. Viele DV-Planer sehen in Netware eine überkommene Technologie, der vor allem durch NT der Rang streitig gemacht wird. Sie betrachten die Microsoft-Lösung als die bessere, weil NT neben File- und Print-Sharing auch als Application Server läuft und TCP/IP unterstützt. Außerdem trifft Novells Marketing- Botschaft, Netware in eine Intranet-Technologie zu überführen, bislang auf taube Ohren.

Novell hat zwar für Netware 4.11 TCP/IP-Unterstützung und plattformübergreifende Dienste sowie darüber hinaus sein Intranetware angekündigt, damit aber noch kein Echo gefunden. Zu Buche schlagen derzeit vielmehr sinkende Umsatzzahlen. Forrester rechnet für Novell im laufenden Geschäftsjahr mit Umsatzeinbußen von 25 Prozent - ein Trend, der laut Studie bis 1998 anhält.

Trotz der genannten Defizite ist Novell den Marktforschern zufolge noch nicht aus dem Rennen. Für das Unternehmen sprechen derzeit die große Benutzerschar sowie eine nach wie vor gesunde Bilanz. Der Rat der Analysten an Novell lautet deshalb, möglichst schnell zu einem Anbieter von Standarddiensten für Intranets zu konvertieren.

Den IT-Strategen empfiehlt der Report, in den nächsten zwei Jahren weiterhin Netware einzusetzen und zu versuchen, mit File- und Print-Sharing über die Runden zu kommen. Außerdem rät er dazu, die Entwicklung der Intranet-Technologien und -Anbieter in Ruhe zu beobachten.