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Zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit:


19.11.1982 - 

Fors verwaltet 20 000 Automobilteile

STUTTGART (pi) - Die Schwierigkeiten in der Automobilindustrie sind hinreichend bekannt. Aber auch die Zulieferer müssen sich mehr und mehr aus Kosten- und Wettbewerbsgründen konsequenten Rationalisierungsmaßnahmen unterziehen. Das Stuttgarter Softwarehaus Actis hat jetzt nach eigenen Angaben mit einem Aufwand von etwa 200 000 Mark ein Programmpaket entwickelt, daß für Automobilzulieferer, die eine Nixdorf 8870 Modell 1 oder 3 haben, die Fertigungsorganisation optimieren soll.

Auch die Gebrüder Happich GmbH in Wuppertal, mit einem Jahresumsatz von 500 Millionen Mark eines der größten Unternehmer dieser Art in Europa, stand vor dem Problem der Schaffung überschaubarer Organisationseinheiten. Bei einer Eigenfertigung von 5000 Teilen und zusätzlich etwa 15000 Teilen aus fremden Fertigungsbetrieben darf es kein Durcheinander geben. Die Automobilhersteller verlangen von ihren Lieferanten absolute Termintreue und ein Höchstmaß an Flexibilität.

Beim Automobilzulieferer Happich, wo seit Jahren eine Univac 9080 mit umfangreicher Peripherie und einer Plattenkapazität von 15 x 200 Millionen Bytes installiert ist, machte man sich ernsthafte Gedanken, wie die gesamte Organisation optimiert werden kann.

Über die Univac-Anlage lief mit einer Zwölf-Monats-Planung unter anderem auch die Auftragsverwaltung, die Stucklistenauflösung, die Bruttobedarfsrechnung und Nettobedarfsrechnung sowohl für die Material-, als auch für die Baustufen-Disposition. Der Vorgang wurde zweimal im Monat durchgeführt, wobei jeweils zwölf Stunden Computerlaufzeit zur Verfügung gestellt werden mußten. Der Aufwand hier ist nicht allzu hoch, aber die Aktualität der Daten um so geringer.

Einhaltung der Termine

Das Ergebnis aller Untersuchungen der für Zulieferfirmen relevanten Faktoren, wie hohe Flexibilität, ausreichende Lagerbestände, Anpassung an die Organisation des Kunden, Senkung der Verwaltungskosten beim Kunden durch exakte Liefereinteilungen und Lieferscheine sowie detaillierte Rechnungen und Preisdaten, ließ die Wahl auf die Software Fors fallen.

Zu lange Wege

Bei schwankenden Produktionsanforderungen der Automobilhersteller sollen die Kosten stabil und die Liefermengen kurzfristig veränderbar sein. Außerdem bemängelte Happich zu lange Übermittlungswege für Informationen mit viel zu vielen und damit aufwendigen Organisationsschritten.

Nach dem Fors-Einsatz wurden die einzelnen Dispositionsaktivitäten Vertrieb, Fertigung und Materialwirtschaft im sogenannten Production Control zusammengefaßt.

Vor allem fielen die langen Informationswege und die aufwendige Papierverarbeitung weg, indem man eine sinnvolle Vernetzung von Kunden und Zulieferern mit zentralen und dezentralen Systemen über DFÜ realisierte. Je nach Ausbaustufe kostet Fors bis zu 80 000 Mark.