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06.07.1990 - 

Zugriff auf das Wissenschaftsnetz des DFN

Forscher und Wissenschaftler in Berlin schaffen den ersten Ost/West-Datenverbund

BERLIN (CW) - Forschern und Wissenschaftlern in der DDR eröffnet sich durch die am 18. Juni dieses Jahres geschaffene Rechnerverbindung zwischen Ost- und West-Berlin die Möglichkeit, Daten zwischen Großrechnern auszutauschen und so auf verschiedene Wissenschaftsnetze zuzugreifen.

Im Rahmen des Projekts, dem aufgrund der fehlenden Kommunikations-Infrastrukturen in der DDR eine besondere Bedeutung beigemessen wird, realisiert, eine Kopplung zwischen dem Wirtschaftswissenschaftlichen Rechenzentrum der Freien Universität Berlin und dem Rechenzentrum der Akademie der Wissenschaften in Ost-Berlin. Die Rechnerausstattung besteht aus einem IBM-Rechner 9370 und einem IBM-kompatiblen ESER-Computer in der DDR. Auf der Basis einer Standleitung mit einer Übertragungsrate von 9600 Baud werden dank herstellerspezifischer Protokolle, so zum Beispiel IBM BSC, folgende Dienste angeboten:

- Zugang zum Wissenschaftsnetz (WIN) des Deutschen

Forschungsnetzes (DFN), zum EARN/BINET und zu anderen internationalen wissenschaftlichen Netzen über die vom DFN betriebenen

Gateways,

-File Transfer,

-Mail-Funktionen,

-Remote Job Entry zu IBM-Rechnern und

-der Dialog mit IBM-Computern.

Die realisierte Vernetzung basiert auf technischen Spezifikationen des seit 1984 in Europa bestehenden European Academic Research Network. Beide Rechenzentren bemühen sich darum, herstellerunabhängige Kommunikationsprotokolle nach dem ISO-Standard einzusetzen, sobald die erforderlichen Voraussetzungen durch die Post der DDR bereitgestellt werden. Hoffnung setzt man bei künftigen Vernetzungsvorhaben auch auf die finanzielle Unterstützung von seiten des Bundesministeriums für Forschung und Technologie (BMFT).

Im Hinblick auf die Gesamtsituation im Bereich Datenaustausch zwischen oder mit wissenschaftlichen Institutionen in der DDR muß gegenwärtig ohnehin noch eine ganze Reihe von Einschränkungen hingenommen werden. So hapert es an der für Message Handling nach X.400 und FTAM erforderlichen Vorrechner-Hardware und der benötigten Software-Integration.