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05.05.1978 - 

BMFT fördert PDV mit 24 Millionen Markt:

Forschung nicht nur aus Eigennutz

Karlsruhe (CW) - Im Rahmen der Fördertätigkeit des Bundesministeriums für Forschung und Technologie ist das Kernforschungszentrum Karlsruhe auf den verschiedensten Gebieten als Projektträger tätig. Im Vordergrund steht dabei die Datentechnik bei der Prozeßlenkung mit DV-Anlagen (PDV) sowie das rechnergestützte Entwickeln und Konstruieren (CAD).

Als Zuwendungen für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben in diesem Bereich, werden seit 1972 jährlich etwa 25 Millionen Mark aus Mitteln des BMFT vergeben. Der Bedeutung des Vorhabens entsprechend wurde trotz angespannter Haushaltslage des Bundes sehr behutsam mit dem Rotstift umgangen. Für 1997 stehen demnach wieder etwa 24 Millionen Mark zur Verfügung. Weiter, nach unten zielende Korrekturen am Förderungsetat dürften einer langfristigen Fortführung der Arbeiten im Projekt PDV jedoch alles anderes als zuträglich sein.

Das Ziel der PDV-Förderung ist, fortschrittliche anwendungsorientierte Hilfsmittel der automatischen informationsverarbeitung zu schaffen, die die drückenden Probleme unserer Gesellschaft lösen helfen. Solche Probleme sind: Arbeitsplätze und menschengerechter zu gestalten, Rohstoffe und Energie zu sparen, die Umwelt zu schonen, Dienstleistungen zu verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit unserer mittelständischen Industrie zu sichern.

Die folgende Themensammlung von Vorhaben, die nach Meinung des Projektträgers Beiträge zur Lösung anstehender Probleme leisten können, stellt dabei nur eine Auswahl dar.

Verfahren für den Einwurf dezentral organisierter PDV-Systeme.

Ein Verfahren, das die Aufgabe erleichtert, aus vorgegebenen Komponenten angepaßte Automatisierungssysteme zu integrieren, wird dringend benötigt. Ein solches Verfahren sollte erlauben, alternative Systemstrukturen zu simulieren, die Alternativen zu bewerten und hinsichtlich der Anforderungen zu optimieren.

Für die Komponenten sind einheitliche Schnittstellen mit Busstruktur anzustreben. Die räumlich verteilten Prozessoren benötigen auch eine einheitliche Grundsoftwareausstattung (speziell: Kommunikationssoftware).

Anwendungen der Informationstechnologie

Verbesserung des Betriebs von Verkehrseinrichtungen und des Einsatzes von Fahrzeugen, insbesondere im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs.

Angesprochen sind hier unter anderem die Automatisierung der Abläufe in einer Betriebsleitzentrale auf der Basis von allgemeingültigen Grundfunktionen. Oder die Entwicklung von "intelligenten" Fahrzeug - beziehungsweise Fahrweggeräten, beispielsweise für die Kommunikation Fahrer-Zentrale oder für Informationsausgaben an Fahrgäste.

Gemeint sind hier beispielsweise die Automatisierung einzelner Prüfvorgänge durch dezentrale Computerleistungen (von der Wareneingangskontrolle bis zur Funktionsprüfung), die Entwicklung "intelligenter" Meßwertaufnehmer (für bestimmte Prüfaufgaben) oder der Aufbau umfassender Systeme in industrieller Umgebung zwecks Test, Demonstration und Technologietransfer. Hier interessiert der Einsatz von Mikroprozessoren, Steuern, Regeln und Überwachen und die Demonstration in Pilotanwendungen.

Steuerungs- und Überwachungseinrichtungen bei Maschinen und Anlagen der Verfahrenstechnik, Eisen- und Hüttentechnik und der Kunststoffverarbeitung.

Bei Chargen- und Fließprozessen ist zur Einhaltung der geforderten Qualitätstoleranzen und damit zur Minimierung von Ausschluß und zur Verminderung des spezifischen Energiebedarfs eine Online-Datenerfassung analoger Größen und eine optimale Regelung von entscheidender Bedeutung.

Mit dem Einsatz von Mikroprozessoren können die Hardware- Kosten entscheidend gesenkt werden, so daß die Anpassung der für Prozeßrechner entwickelten Meß- und Regelverfahren an Mikroprozessoren mit vertretbarem Softwareaufwand realistisch erscheint.

Unter Verwendung kostengünstiger Hardwarekomponenten (dezentral eingesetzter Mikroprozessoren und Bus- Datenübertragungssysteme) Prozeßlenkungs-, -regelungs- und

-überwachungsfunktionen als Software/Hardware-Module zu entwickeln und in eine ganzheitliche Gesamtlösung zu integrieren.

In Betracht kommen hierbei Verteilnetze und Systeme (Fernleitungen, regionale und Industrie-Netze, kommunale Bereiche und Gebäudeleitsysteme) für Strom, Öl, Gas und Wärme.