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16.08.1985

Forschungsvorhaben im Alleingang kaum noch zu bewältigen:Ada-Vernunftehen sind besser als ihr Ruf

NORWALK (CW) - Immer mehr Unternehmen in den USA schießen sich auf eine einheitliche Linie ein: Gemeinsame Forschungsaktivitäten im Bereich Ada sollen Engpässe bei der internen Entwicklungskapazität reduzieren.

Galten solche "Vernunftehen" zu Forschungs- und Entwicklungszwecken bisher als wenig belastbar, so sieht die Situation zumindest in der Ada-Szene anders aus. Ada-Partnerschaften, so schreibt der amerikanische News-Letter "AdaData", haben sich im allgemeinen als zuverlässig erwiesen.

Eines dieser "haltbaren" Abkommen schlossen beispielsweise AT&T und Intermetrics. Der Kommunikationsgigant kaufte sich bei dem Ada-Haus über seine Federal Systems Division ein, die innerhalb der konzerninternen Struktur zu AT&T Technologies gehört. Die Federal Systems Division ist zuständig für Geschäfte mit dem US-Verteidigungsministerium.

Über diese rein finanzielle Beteiligung hinaus planen die beiden Unternehmen eine Reihe von Kooperationsverträgen. So soll demnächst ein Kontrakt über zehn Millionen Dollar unterzeichnet werden, der eine Laufzeit von drei Jahren hat.

Zwar gibt es bisher Aber eventuelle Entwicklungsplane an einem Ada-Compiler keine offizielle Verlautbarung, doch hält "AdaData" ein solches Vorhaben für durchaus möglich. Darüber hinaus, so der News-Letter, sei Ada die einzige Möglichkeit für AT&T, einen Schritt in die Computer-Arena zu wagen, ohne eine direkte Konfrontation mit IBM zu riskieren.

Kurz nach Bekanntwerden der Kooperation zwischen Intermetrics und AT&T wartete Martin Marietta mit ähnlichen Plänen auf. Der Rüstungskonzern kündigte an, er werde 16 Prozent an Verdix, einem weiteren Ada Spezialisten, erwerben.

Einige Ada-Anbieter und ihre Kontraktpartner

Eine wichtige Rolle im Ada-Geschäft spielt inzwischen der Zeitfaktor. Folglich ist es gerade für kleinere Unternehmen riskant, allein auf Crash-Trainingskurse im eigenen Haus zu vertrauen. Sicherer und schneller sei es, den Mangel an eigenem Fachwissen durch "Leasing" von externem Know-how auszugleichen. Auf dieser Basis erfolge dann ein weiterer Ausbau des Inhouse-Wissens, bis das Unternehmen schließlich über genügend eigene Erfahrung auf diesem Gebiet verfüge.

Die derzeit bestehenden Kooperationsabkommen werden allerdings nach Aussage des News-Letters wohl nicht erneuert. Denn nach Vertragsende sollte auch der Großteil der schwächeren Vertragspartner auf eigenen Füßen stehen können. Wer das nicht schafft, müsse zu einer anderen Möglichkeit Zuflucht nehmen und einen oder mehrere Vertragspartner aufkaufen.

"AdaData" geht davon aus, daß bis 1990 sechs von sieben Ada-Häusern ihren wichtigsten Vertragspartnern eine nicht unbedeutende Beteiligung gewähren müssen oder in ihrer jetzigen Form nicht mehr bestehen werden. Eine solche Neustrukturierung des Marktes werde natürlich nicht über Nacht erfolgen, doch zeichne sich hier bereits für die unabhängigen Ada-Softwarehäuser der Anfang vom Ende ab.