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16.04.1999 - 

Koordinierungsstelle gefordert

Fortschritte bei EU-weitem Copyright

MÜNCHEN (CW) - Die EU-Kommission hat in München über 70 Industrieverbände, Behörden und Unternehmen zu ihrer Copyright-Direktive angehört. Die beteiligte Business Software Alliance (BSA) wertet das Treffen als Fortschritt für eine europaweite Initiative gegen Softwarepiraterie.

Markenpiraterie hat sich zu einer der größten Bedrohungen der globalen Wirtschaft entwickelt. Das stellten die Teilnehmer in München einstimmig fest. Allein im Bereich Software könnten in Westeuropa bis zum Jahr 2001 durch eine Senkung der Raubkopierrate von derzeit 40 auf 27 Prozent rund 260000 zusätzliche Arbeitsplätze und Steuereinnahmen von 15 Milliarden Euro entstehen. Die technischen Schutzmechanismen der Industrie allein reichen laut BSA nicht aus, um eine organisierte Softwarekriminalität auf internationaler Ebene zu bekämpfen.

Die EU sollte deshalb die Harmonisierung der Urheberrechte innerhalb des europäischen Binnenmarktes vorantreiben. Ein dazu von der BSA vorgelegter Maßnahmenkatalog fordert unter anderem höhere Strafen und Schadensersatzzahlungen sowie eine Beschleunigung der Gerichtsverfahren. Als Kalkulationsbasis für den Schadensersatz soll laut BSA europaweit der Verkaufspreis gelten, hinzu kämen Gerichts- und Anwaltskosten. Ferner plädiert der Schutzverband für die Einrichtung einer Institution, die auf EU-Ebene länderübergreifende Ermittlungen koordiniert und fördert.

Die BSA erinnert daran, daß sie mit ihrem Forderungskatalog nicht alleine steht. Bereits Anfang März hätten die führenden Verbände aus der Musik-, Film- und Software-Industrie in Brüssel ihre Stellungnahmen zum Copyright-Grünbuch der EU abgegeben. Die Branchen seien sich dabei über die Harmonisierung der Gesetze sowie eine länderübergreifende Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen einig gewesen.