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22.10.1999 - 

IDC zeigt Status quo und Möglichkeiten in Westeuropa auf

Fortschritte bei Verschmelzung von Fest- und Mobilfunknetzen

MÜNCHEN (CW) - In diesem Jahr haben laut IDC viele Unternehmen in Westeuropa ihre Skepsis gegenüber der Konvergenz von Festnetz und Mobilfunk begraben. Die Marktforscher identifizierten vier Bereiche, in denen die Festnetz- und Mobilfunkanbieter derzeit ihre Dienste zusammenführen: bei den Abrechnungen, bei Verkauf und Marketing, IN-Services und im Netzwerkbereich.

Integrierte Abrechnungen stellen den ersten Schritt bei der Verschmelzung von Festnetz und Mobilfunk dar. Kunden erhalten dann von beiden Carriern nur noch eine Rechnung. Besonders für Großunternehmen, so berichtet die International Data Corp. (IDC), sind die mit einer einzigen Rechnung verbundenen Einsparungen bei den Verwaltungskosten ein wichtiges Argument. Ein weiterer Schritt könnte sein, daß sich beide Anbieter gegenseitig Zugang zu ihren Abrechnungssystemen einräumen. Zu einer noch weiteren Öffnung dürften die Betreiber jedoch kaum bereit sein.

Wer die Abrechnungen kombiniert, steht auch einem gemeinsamen Vorgehen bei Marketing und Vertrieb in der Regel aufgeschlossen gegenüber. Dadurch wird ein gemeinsames Image der Carrier geprägt. Da Geschäftskunden oft mit möglichst wenigen Anbietern zu tun haben möchten, kann auch der Vertrieb solche integrierten Dienste leichter verkaufen. Weniger gebräuchlich als diese beiden Spielarten ist bisher die Verwendung von intelligenten Netzen (INs). Damit lassen sich Mehrwertdienste und Umschaltung der Rufe zwischen den Netzen effizient realisieren.

Integration der gesamten Netze

Die Verschmelzung von Festnetz und Mobilfunk findet bei INs jedoch nicht auf der untersten physikalischen Ebene statt. Diesem Ziel, nur noch ein einziges Netz verwalten zu müssen, stehen große Hindernisse entgegen. Allenfalls für Neueinsteiger in den Markt kommt das überhaupt in Frage. Aber selbst die haben es schwer: Viele Neulinge haben lediglich eine Lizenz für den Betrieb eines Netzwerks und können deshalb nicht Mobil- und Festnetz parallel betreiben. Hinzu kommt, daß sich in vielen Ländern die verlegten Glasfaser- und Kupferkabel in den Händen einer ehemaligen Monopolorganisation befinden, die den Zugang nur zu bestimmten Organisationen gestattet.

Eine weitere Möglichkeit ist die Integration von Endgeräten, beispielsweise in einem GSM-Dect-Telefon. Die Telecom Italia hat bereits versucht, ein solches Gerät auf den Markt zu bringen, scheiterte jedoch an technischen Problemen. Erfolgreicher war bisher die Bereitstellung einer "Home Zone". Zwar handelt es sich dabei nicht um eine echte Verschmelzung zwischen Festnetz und Mobilfunk, sondern um einen reinen mobilen Dienst, doch für den Kunden macht das keinen großen Unterschied.