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24.11.1978

Fortschritte in der Tintenstrahl-Drucktechnik

In der Technik, Tintentröpfchen auf ein Blatt Papier zu schießen und damit Schriftzeichen zu erzeugen, zeichnen sich derzeit beachtliche Fortschritte ab. Weltweit werden die verschiedensten Verfahren erforscht, entwickelt und auch angeboten.

Der eine Weg, der verfolgt wird, besteht darin, einen Tintenstrahl mit hohem Druck durch eine enge Düse zu pressen, ihn in elektrisch geladene Tröpfchen zerfallen zu lassen und diese elektrostatisch abzulenken. Dieser Weg führt zu aufwendigen und empfindlichen Geräten.

Der andere Weg, den man beschreiten kann, ist der, Tröpfchen einzeln elektronisch aus Düsen abzurufen und die Düsen wie die Nadelsysteme bei einem Nadeldruckknopf dicht übereinander anzuordnen. Dieser Weg führt zu einfachen, robusten und besonders zuverlässigen Schreibwerken. Am weitesten ist diese Technik derzeit in dem Tintenschreibwerk PT 80 von Siemens entwickelt. Das Schreibwerk wiegt 200 g, fährt mit 0,8 m/s über das Papier und schreibt dabei 300 Zeichen/s in einer Matrix von 12 x 9 Punkten. Es führt in einer auswechselbaren Flasche Tinte für 5 Millionen Zeichen mit sich.

Verglichen mit anderen Druckverfahren, bietet der Tintendruck beachtliche Vorteile: Schnell und lautlos entstehen die Schriftzeichen auf unpräpariertem 5 Papier. Man benötigt kein Spezialpapier. Anders als beim elektrostatischen Druck werden die Schriftzeichen auch einzeln sofort sichtbar und ohne Fixieren wischfest und dokumentenecht. Es lassen sich wesentlich feinere Raster verwirklichen als beim Nadeldruck, so daß man die Schriftqualität des Typendruckes erreichen kann, ohne in der Vielfalt der Zeichen eingeengt zu sein.

* Dr. J Heinzl ist Professor an der TU München. Entnommen aus Symposium "Elektronische Textkommunikation", veranstaltet vom Münchner Kreis.