Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

15.10.2014 - 

Münchner OB Reiter

"Frage des Betriebssystems nicht inmitten meiner Überlegungen"

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
In München steht einem Medienbericht zufolge ein Wechsel der städtischen IT von Linux zurück zu Windows derzeit nicht direkt auf der Tagesordnung.

Oberbürgermeister Dieter Reiter will zwar an seinem Vorhaben festhalten, "die Struktur unserer IT untersuchen zu lassen", heißt es in seiner Antwort auf eine Anfrage der Fraktion der Grünen (PDF-Link) im Stadtrat. Zugleich betonte der SPD-Politiker aber in einem "heise online" vorliegenden persönlichen Anschreiben an die Grünen, dass "die Frage des Betriebssystems nicht inmitten meiner Überlegungen steht".

Gemeinsamer Spatenstich für die neue Microsoft-Zentrale (v.l.n.r.): Helmut Röschinger (Argenta), Elisabeth Merk (Stadtbaurätin), Dieter Reiter (OB München) und Christian Illek (Microsoft)
Gemeinsamer Spatenstich für die neue Microsoft-Zentrale (v.l.n.r.): Helmut Röschinger (Argenta), Elisabeth Merk (Stadtbaurätin), Dieter Reiter (OB München) und Christian Illek (Microsoft)
Foto: Microsoft

Die Frage, ob auf Rechnern der Münchner Verwaltung Linux oder Windows laufe, sei für ihn "zweitrangig", ergänzt Reiter. Es komme ausschließlich darauf an, "dass wir eine IT vorhalten, mit der die Mitarbeiter effizient arbeiten und unseren Bürgern gute Dienstleistungen anbieten können". Die IT sei in einer Verwaltung kein Selbstzweck.

Reiter will durch eine Beratungsfirma prüfen lassen, ob die städtische IT die Bedürfnisse der Nutzer zufriedenstellt und leistungsfähig genug ist. Den Grünen erklärt der Oberbürgermeister nun, dass diese externe Prüfung bislang noch nicht begonnen habe. Er werde über das weitere Verfahren entscheiden, sobald ihm eine "Leistungsbeschreibung" der internen IT-Häuser vorliege, so "heise online" weiter.

Sowohl Reiter als auch sein Vize Josef Schmid von der CSU waren in mehreren Medienberichten zuletzt als LiMux-Kritiker rüber- und der Eindruck aufgekommen, München könnte ernsthaft einen Wechsel zurück zu Microsoft erwägen. Zudem zieht Microsoft 2016 von Unterschleißheim um in die bayerische Landeshauptstadt und beschert dieser damit ordentliche Steuermehreinnahmen.

Die dritte Münchner Bürgermeisterin Christine Strobl, vormals für das LiMux-Projekt verantwortlich, steht dem Reiter-Schreiben zufolge weiter hinter den teils zehn Jahre alten Stadtratsbeschlüssen zum Wechsel auf Linux. Bis Mitte 2013 waren genau 14.663 LiMux-Arbeitsplätze in Betrieb und es könne von einem "erfolgreichen Projektverlauf" aus Sicht des Auftrags gesprochen werden könne. Eine Rückkehr zu Microsoft "bedeutet überhaupt nicht, dass es dann keine Probleme" mehr gebe.

Newsletter 'Produkte & Technologien' bestellen!