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11.08.2006

Framework Studio erhält eine Packages-Architektur

Die Framework Systems GmbH betont für Version 2 ihres Entwicklungswerkzeugs die Möglichkeit zur Anpassung bestehender Anwendungsobjekte.

Das Softwarehaus aus dem südbadischen Stockach will im Herbst Version 2.0 des Entwicklungs-Tools "Framework Studio" auf den Markt bringen. Im Mittelpunkt der Neuerungen stehen dabei so genannte Packages. Diese dienen der Modularisierung von Anwendungen und sollen gleichzeitig die Basis für kundenspezifische Anpassungen (Customizing) bieten. Eine Anwendung, die mit Framework Studio programmiert ist, besteht aus mehreren Packages, ähnlich wie Anwendungen in Microsofts Visual Studio aus mehreren Projekten bestehen. Visual-Studio-Projekte bieten laut Framework Systems jedoch nur die Möglichkeit, neue Anwendungsobjekte (Typen) anzulegen. Mit Framework-Studio-Packages hingegen sollen sich auch bestehende Anwendungsobjekte anpassen beziehungsweise verändern lassen.

Package Manager ordnet

Das Verfahren erlaubt es, die Änderungen innerhalb einzelner Objekte zu kapseln. Dafür ist es allerdings nötig, die Packages in Beziehung zueinander zu bringen, was in Framework Studio 2.0 über den neuen "Package Manager" erfolgt. Hier kann die Hierarchie der Basis-Packages festgelegt und zudem definiert werden, in welcher Reihenfolge Packages und die darin enthaltenen Anwendungsobjekte vererbt werden. Die Hierarchie ist auch zu einem späteren Zeitpunkt änderbar. Das bedeutet, dass man beispielsweise bei neuen Anwendungsversionen neue Module als Basis für die bestehenden Module einfügen kann. Der Vorteil liegt darin, dass den Benutzern im Fall eines Release-Wechsels ihre individuell angepasste Business-Lösung erhalten bleibt. Hat ein Anwender zum Beispiel Änderungen am Herstellerstandard vorgenommen, so sind diese in einem eigenen Package gekapselt und somit nicht durch Aktualisierungen des Herstellers betroffen.

Modifizierte Vererbung

Ein Package selbst ist in Namespaces unterteilt, die wiederum Anwendungsobjekte enthalten. Der Entwickler meldet sich beim Start von Framework Studio an einem Package an und kann an dessen Anwendungsobjekten Änderungen beziehungsweise Anpassungen vornehmen. Für das Customizing erzeugt Framework Studio eine Ableitung des bestehenden Objekts. Anders als bei der gewöhnlichen Vererbung entsteht beim Customizing jedoch kein völlig neues Objekt, sondern das bestehende wird in der gesamten Anwendung durch seine Anpassung ersetzt. Das bedeutet, referenzierende Objekte oder auch gewöhnliche Ableitungen verwenden in Zukunft das angepasste Objekt. Es wird im aktuellen Package angelegt, im gleichen Namespace und mit dem Namen des bestehenden Objekts.

In Release 2.0 des Entwicklungswerkzeugs lassen sich zunächst Formulare und Workflows anpassen. Für die Folgeversion von Framework Studio ist geplant, dass sich die Customizing-Möglichkeiten über die gesamte Anwendung erstrecken, womit alle Anwendungsobjekte, also beispielsweise auch die Metadatentypen, anpassbar werden. (ue)