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26.09.1997 - 

Gutes Ergebnis zum Börsengang vorgelegt

France Télécom will über Überkreuzbeteiligung reden

Trotz erheblicher Tarifsenkungen hat der französische Carrier seinen Umsatz im ersten Halbjahr 1997 um 2,3 Prozent auf umgerechnet knapp 22,5 Milliarden Mark steigern können. Vorstandsvorsitzender Michel Bon führte dies bei der Vorlage der Halbjahresbilanz auf Nachfrageanreize zurück, die dem Vernehmen nach den Telefonverkehr in Frankreich um 4,7 Prozent haben ansteigen lassen. Das höhere Gesprächsaufkommen brachte France Télécom zudem einen satten Gewinn in die Kasse. Die Erträge nahmen im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode um 41,3 Prozent auf umgerechnet 2,6 Milliarden Mark zu.

Der France-Télécom-Chef kündigte ferner den Beginn von Verhandlungen über eine Überkreuzbeteiligung mit der Deutschen Telekom an. Dabei werde sich, so Bon, sehr schnell zeigen, ob man, wie von der Regierung in Paris vorgeschlagen wird, "in der Nähe einer Beteiligung von 7,5 Prozent landen wird". Vor allem sollten im Zuge der Gespräche auch "die gemeinsamen Entwicklungsachsen definiert werden". Bon spielte mit diesem Seitenhieb auf das momentan etwas getrübte Verhältnis zum Partner in Bonn an, dem die Franzosen zu wenig Kooperation und Alleingänge bei internationalen Aktivititäten vorwerfen. Vor einer Entscheidung müsse, so der France-Télécom-Chef weiter, in jedem Fall die geplante Plazierung von 20 Prozent des Kapitals an der Börse vollzogen sein.

Was die ehedem ehrgeizigen Italienpläne von France Télécom angeht, deutete Bon das Interesse seines Unternehmens an, sich am Konsortium von Telekom/Enel, das sich um die dritte Mobilfunklizenz in Italien bewirbt, zu beteiligen. Weder mit den Bonnern noch mit dem italienischen Stromkonzern gab es bis dato aber diesbezüglich Gespräche, hieß es in Paris. Mehr als fraglich scheint indes die im Frühjahr verabredete Partnerschaft mit Olivetti. Die Franzosen, die - eventuell zusammen mit der Deutschen Telekom - Olivettis TK-Tochter Infostrada als Big Player im italienischen Markt etablieren wollten, fühlen sich durch den überraschenden Einstieg von Mannesmann düpiert und lehnten jegliche offizielle Stellungnahme ab. Insider gehen jedoch davon aus, daß die entsprechende Absichtserklärung mit Olivetti widerrufen wird.