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04.10.1996 - 

Joint-venture Cegetel soll France Télécom Paroli bieten

Frankreich: Mannesmann und BT machen mobil

Cegetel ist eine Tochter des französischen Versorgungskonzerns Compagnie Générale des Eaux (CGE) und soll von 1998 an der staatlichen France Télécom Konkurrenz machen. Wie CGE-Chef Jean- Marie Messier dem "Handelsblatt" zufolge auf einer Pressekonferenz in Paris bekanntgab, wird CGE über direkte und indirekte Beteiligungen 50 Prozent der Anteile an dem neuen Carrier halten. Als wesentlicher Partner steigt British Telecom (BT) mit 25 Prozent ins Boot. SBC und Mannesmann werden 15 beziehungsweise zehn Prozent an Cegetel halten.

Für ihr Engagement im französischen Telecom-Markt müssen die Cegetel-Gesellschafter tief in die Tasche greifen. BT-Chairman Iain Vallance bezifferte dem Vernehmen nach den Preis für den Einstieg bei Cegetel auf 8,8 Milliarden Franc (rund 2,6 Milliarden Mark) plus einer Sachanlage in Form der Tochter British Telecom France. Der Preis für Mannesmann dürfte Insidern zufolge bei rund einer Milliarde Mark liegen der für die Baby-Bell-Company SBC entsprechend ihrem Anteil höher. Hauptgesellschafter CGE zahlt eine Milliarde Franc cash in die Kasse von Cegetel und bringt vor allem seine im Markt bereits etablierte Mobilfunktochter SFR in das Joint-venture ein.

Cegetel verfügt damit zunächst, wie es in Paris hieß, über sieben Milliarden Franc Eigenkapital. Bis zum Jahr 2000 sollen jährlich rund vier Milliarden Franc in den Ausbau der Netzinfrastruktur sowie in das Wachstum der Company investiert werden. Dazu bewirbt sich Cegetel unter anderem um die Übernahme der Telefonnetze der französischen Eisenbahngesellschaft SNCF und der privaten Autobahnbetreiber in Frankreich. Auch die mittelfristigen Unternehmensziele stehen bereits fest: Cegetel will zum größten privaten Wettbewerber von France Télécom avancieren und der staatlichen Telefongesellschaft in allen Marktsegmenten Paroli bieten. Bereits im Jahr 2003 soll das Unternehmen rund 40 Milliarden Franc umsetzen und einen Anteil von rund 40 Prozent am Mobilfunkmarkt beziehungsweise zwischen zehn und 20 Prozent bei Festnetz-Telefondiensten erreichen.