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29.04.2008

Frankreich will Glasfaser in Neubauten vorschreiben

Neubauten sollen in Frankreich künftig per Glasfaser an die Kommunikationsinfrastruktur angeschlossen werden.

Während man sich in Deutschland noch darüber streitet, ob die bereits als veraltet geltende DSL-Technik flächendeckend für jedermann zur Verfügung gestellt werden soll, sind die Franzosen bereits weiter. Dort arbeitet die Regierung an einer Vorschrift, die vorsieht, dass alle Neubauten mit mehr als 25 Wohneinheiten künftig einen Glasfaseranschluss erhalten müssen. Über die Vorlage soll das Parlament noch vor dem Sommer abstimmen.

Die französischen Carrier France Télécom, Neuf Cegetel und Iliad wollen in den nächsten Jahren mehrere Millionen Euro in den Aufbau entsprechender Glasfaser-Infrastrukturen investieren. Die Kosten für die Glasfaserverkabelung innerhalb der Gebäude sollen, so ein Regierungssprecher, direkt in den Verkaufspreis einer Wohnung einkalkuliert werden. Erklärtes Ziel der Regierung ist es, so die Sprecher weiter, dass ab 2010 alle Wohnungsprojekte der obigen Größenordnung automatisch vorverkabelt werden und die Glasfaserausstattung ein fester Bestandteil der Bauvorschriften ist.

Die Carrier müssen sich wiederum darüber einigen, ob sie die Vermittlungsknoten miteinander teilen und, falls ja, wie dies geschehen soll. Den Wettbewerb jenseits der Gebäude überwacht die französische Regulierungsbehörde Arcep. Mit dem Entwurf will die Sarkozy-Regierung die Verbreitung von Breitbandzugängen in Frankreich weiter beschleunigen. Einen ähnlichen Masterplan zum Glasfaserausbau gibt es in Deutschland bislang nicht. Hierzulande sind es vor allem lokale und regionale Netzbetreiber, die Glasfasern bis zum Endverbraucher verlegen. (hi/mb)