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16.02.1996 - 

Mehr Bandbreite im Corporate Network bei niedrigeren Betriebskosten

Franzoesische Thomson-Gruppe setzt voll und ganz auf ATM-LANs

Zur Thomson-CSF-Gruppe gehoeren annaehernd 160 Gesellschaften in den Bereichen Raumfahrt, Flugelektronik, Ruestungsindustrie sowie IT-Technik. 67 Tochtergesellschaften sind im Ausland (Europa, Nordamerika und Naher Osten) angesiedelt, so dass die Franzosen nicht nur in puncto Umsatz (rund 36,4 Milliarden Franc im Geschaeftsjahr 1994) schon jetzt als Global Player anzusehen sind. AEhnliches soll der erst am 1. Januar 1996 gegruendeten Thomson-Division "Communications" nun auch im weltweiten ATM-Markt gelingen. Allerdings sind die Franzosen hier keine Neulinge: So war man, wie es bei der Produktvorstellung in Muenchen hiess, eines der ersten Mitglieder des ATM-Forums und kann mittlerweile weltweit rund 250 installierte ATM-Switches vorweisen.

Vor allem aber blickt man in der im franzoesischen Colombes Cedex ansaessigen Firmenzentrale mit Stolz auf die beiden Vorzeigeprojekte "Socrate" und "Transrel" - einem landesweiten ATM-Backbone fuer die franzoesischen Militaers beziehungsweise dem mit dem deutschen Datex-M-Dienst vergleichbaren, auf grosse Firmenkunden zugeschnittenen SMDS-Service der Telefongesellschaft France Telecom.

Die in einem eigenen Department organisierten Enterprise-Networking-Spezialisten sollen sich nun aber nach Angaben von Marketing-Manager Olivier Gibergues in Sachen ATM "hauptsaechlich auf den LAN-Markt konzentrieren". Hier seien, so Gibergues, in Zukunft hoehere Wachstumsraten als im WAN-Geschaeft zu erzielen. So wurde die Produktfamilie Thomflex 5000 fuer unternehmensweite Netze beziehungsweise den Einsatz im Campus-Bereich konzipiert - allerdings mit wesentlichen, auf die LAN-Anbindung abzielenden Features. Hierunter versteht man bei Thomson in erster Linie komfortableres und schnelleres Arbeiten im Netz, mehr Bandbreite sowie Moeglichkeiten zur Segmentierung in virtuelle LANs inklusive der Unterstuetzung aller derzeit gaengigen Server- und Desktop-Betriebssysteme.

Fast Ethernet keine Alternative zu ATM

Die Produktfamilie, die im April in Deutschland auf den Markt kommen soll, umfasst im einzelnen den ATM-Backbone-Switch "Thomflex 5100" samt Zubehoer: dem Ethernet-Switch "Thomflex 5200", ATM-Interfaces fuer Server und Workstations sowie entsprechende Audio- und Video-Multimedia-Adapter. Entscheidend sei, so Gibergues, dass die neuen Komponenten die Migration zu ATM im LAN, sprich den Aufbau und den Betrieb solcher Topologien relativ einfach machen - anders als bei etwa LAN-Techniken wie Fast Ethernet, das sich seiner Meinung nach aufgrund des dort nicht moeglichen Bandbreiten-Sharings allenfalls fuer kleine "High-Speed"-Netze mit maximal 10 bis 15 Endgeraeten eignet.

Anders verhaelt es sich hingegen bei den neuen Thomflex-Komponenten: Dort sollen sich beispielsweise Router und Backbone-LANs, deren Kapazitaet nicht mehr ausreicht, muehelos ersetzen lassen, wobei die gesamte Verkabelung samt angebundener Workstations beibehalten werden kann. Zudem oeffnet nach Angaben des Herstellers das Leistungsportfolio des Thomflex-5100-ATM-Backbone-Switches samt der Faehigkeit, alle Verkehrsarten zu unterstuetzen, Unternehmen den Weg fuer neue Multimedia-Applikationen.