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13.04.2001 - 

Wind River kauft Open Source

Free-BSD kommt unter Firmenkontrolle

MÜNCHEN (CW) - Wind River Systems Inc. hat von Berkeley Systems Design Inc. (BSDi) die Rechte am Open-Source-Betriebssystem "Free-BSD" gekauft.

Bei Free-BSD handelt es sich im Prinzip um ein Betriebssystem, das in weiten Teilen nach dem Open-Source-Modell von Freiwilligen als quelloffene Alternative zum kommerziellen Unix-Derivat BSD entwickelt wurde. Im Unterschied zu Linux müssen nach den Lizenzbedingungen von Free-BSD eigene Weiterentwicklungen auf seiner Basis nicht im Quellcode veröffentlicht werden, sondern lassen sich kommerziell verwerten.

Die Rechte an Free-BSD hat Wind River nun vom bisherigen Rechtstitelträger BSDi für einen ungenannten Preis erworben. Im Gespräch sind Summen zwischen 20 und 50 Millionen Dollar. Der neue Besitzer hat erklärt, nichts am bisherigen Lizenzierungsmodell ändern zu wollen. Ebenso soll die Weiterentwicklung nach dem Prinzip freier Beiträge von unabhängigen Programmierern unverändert bleiben.

Grundlagen für Offensive im Embedded-Systems-MarktWind River sieht in Free-BSD eine von zwei Säulen für die Basissoftware für Embedded Systems, auf die das Unternehmen aus dem kalifornischen Alameda spezialisiert ist. Die zweite Säule sichert der gleichzeitige Kauf von Technologien der Firma Eonic System aus dem belgischen Aarschot. Der Käufer erhält ein Betriebssystem für Embedded-Echtzeitsysteme (RTOS) und Tools für digitale Signalprozessoren (DSPs).

Wind River möchte mit der Kombination der Neuerwerbungen seine Position am Markt für Embedded Systems gegenüber der aufkommenden Linux-orientierten Konkurrenz von Firmen wie Montevista Software oder Lineo stärken. Open-Source-Software erfreut sich gegenüber proprietären Systemen wachsender Beliebtheit im Embedded-Markt.

Tom Dennis, President und Chief Executive Officer (CEO) von Wind River, erklärte: "Wir glauben, dass die Business-freundliche Lizenz von BSD es unseren Kunden ermöglichen wird, die Vorteile einer eingehend getesteten und weit verbreiteten Betriebssystem-Infrastruktur wahrzunehmen, während sie gleichzeitig ihr intellektuelles Eigentum schützen können, wenn sie Veränderungen am BSD-Sourcecode oder funktionale Erweiterungen des Kernels vornehmen. So können sich unsere Kunden am Markt mit ihrem Angebot differenzieren."