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23.07.1999 - 

Britische Tiny Computers bietet kostenlosen PC an

Free-PC-Welle schwappt nach Europa über

MÜNCHEN (CW) - Der britische PC-Anbieter Tiny Computers steigt in den Free-PC-Markt ein. Nach Ansicht von Marktbeobachtern werden andere Unternehmen bald ähnliche Angebote unterbreiten.

Der in Surrey ansässige PC-Retailer Tiny Computers bietet jedem, der sich beim firmeneigenen Telecom-Service anmeldet, einen kostenlosen Computer an. Einzige Bedingungen: Die Laufzeit des Vertrages muß mindestens zwölf Monate betragen, und die Anwender müssen pro Monat als Minimum 25 britische Pfund Telefonkosten an Tiny überweisen. Dabei spiele es allerdings keine Rolle, ob dieser Betrag durch Telefongespräche oder über Internet-Zugriffe zustande komme.

Der kostenlose Rechner ist mit einem auf 300 Megahertz getakteten Celeron-Prozessor, 32 MB Hauptspeicher und einer Festplatte mit 3,2 GB ausgerüstet. Zusätzlich bekommen die Kunden freien Zugang zum firmeneigenen Online-Service.

Weiterer Pferdefuß des Angebots: Tiny liefert keinen Monitor. Den müssen sich die Kunden separat kaufen, beziehungsweise bietet der Free-PC-Neueinsteiger ein Komplettsystem für eine Extragebühr von 7,89 Pfund (etwa 23 Mark) pro Monat an, bei einer Laufzeit von vier Jahren.

Mit dem Free-PC-Projekt könne Tiny alle drei Geschäftsbereiche des Unternehmens fördern, erklärt Firmensprecher Jim Buchanan. Als PC-Anbieter erhoffe man sich mindestens eine Verdoppelung der monatlichen PC-Verkäufe, die sich momentan zwischen 20 000 und 30 000 verkauften Rechnern pro Monat bewegen. Das Segment Telecom-Service profitiere von den vertraglich festgelegten Fixumsätzen. Außerdem setze man darauf, daß etwa 90 Prozent aller Kunden, die auf das Free-PC-Angebot zugreifen, den firmeneignen Online-Service nutzen werden.

Tiny wird mit seinem Angebot nicht lange alleine bleiben. Es kursieren bereits Gerüchte unter Brancheninsidern, daß die Wettbewerber Time Computers und Dixons Plc. kurz davor ständen, ähnliche Angebote auf dem Markt zu präsentieren.

In den USA gerät inzwischen der erste Free-PC-Anbieter ins Stolpern. Das Unternehmen Enchilada, das seit April dieses Jahres im Geschäft ist, nimmt keine weiteren Kunden an. Auf der Internet-Seite finden Interessenten den lapidaren Hinweis: "Es tut uns leid, wir haben technische Schwierigkeiten. Bitte versuchen Sie es später noch einmal - danke." Ein Firmensprecher bestätigte, daß keine weiteren PCs verkauft würden, wollte aber die Hintergründe der Probleme nicht näher erläutern.