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19.05.2000 - 

Inkompatible Linux-Distributionen verhindern

Free Standards Group entsteht

MÜNCHEN (CW) - Bisher liefen die Arbeiten an einer Open-Source-Betriebssystem-Grundlage in den Projekten Linux Standard Base und Linux Internationalization Initiative. Diese haben sich jetzt zur Free Standards Group zusammengeschlossen.

Seit sich die Freigabe der nächsten Linux-Kernel-Version 2.4 verzögert, mehren sich Befürchtungen einer Zersplitterung des Betriebssystem-Hoffnungsträgers in inkompatible "Distributionen". Dies hieße, dass Anwendungen nicht auf jeder Linux-Spielart laufen und jeder Systemwechsel aufwendige Rekompilierung erfordern würde. Jetzt reagiert die Open-Source-Community entschlossen.

Die Arbeiten an einem Linux-Standard werden zusammengefasst. Das bisher führende, aber nicht sehr wirksame Projekt Linux Standard Base (LSB) und die weit weniger bekannte Linux Internationalization Initiative (Li18nux) haben sich zusammengeschlossen. Die neue Free Standards Group (FSG, www.freestandards.org) ist als "nonprofit corporation" eingetragen und kann somit von Firmen direkt finanziert werden.

Die wichtigsten Linux-Distributionen, Caldera, Corel, Debian, Red Hat, Suse und Turbolinux, bilden den Kern der Gruppe. Außerdem sind Firmen wie SAP, Sun, SGI und IBM von Anfang an dabei. Chef der FSG ist Dan Quinlan, der bis dato Leiter des Standard-Base-Projekts war.

Ziel ist es, technische Minimalstandards für ein Einheits-Linux festzulegen. Anwendungen würden danach ohne Rekompilierung auf allen Standard-konformen Linux-Varianten laufen. Nach dem erfolgreichen Vorbild des Zertifizierungsverfahrens der einstigen X/Open, heute The Open Group, soll ein öffentlich nachvollziehbares Testverfahren für Betriebssysteme eingeführt werden. Ergebnis wäre eine Art Label: Linux-Standard-konform.

Der erste Entwurf eines Standards für Intel-basierte Systeme soll in einem Monat zur Diskussion gestellt werden. Mit der Verabschiedung könnte dann Ende dieses Jahres zu rechnen sein. Standards für weitere Plattformen sollen schnell folgen.