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Spoerr und Krieger


12.08.2008 - 

Freenet-Vorstände müssen vor Gericht

Der Freenet-Vorstandsvorsitzende Eckhard Spoerr und der Finanzvorstand des Telekomkonzerns, Axel Krieger, werden sich wegen des Verdachts auf möglichen Insiderhandel vor Gericht verantworten müssen. Das Landgericht Hamburg habe die Anklage der Staatsanwaltschaft zur Hauptverhandlung zugelassen, sagte eine Gerichtssprecherin.

Der Freenet-Vorstandsvorsitzende Eckhard Spoerr und der Finanzvorstand des Telekomkonzerns, Axel Krieger, werden sich wegen des Verdachts auf möglichen Insiderhandel vor Gericht verantworten müssen. Das Landgericht Hamburg habe die Anklage der Staatsanwaltschaft zur Hauptverhandlung zugelassen, sagte eine Gerichtssprecherin.

Einen konkreten Termin gebe es noch nicht, so die Sprecherin weiter. Voraussichtlich werde aber die Hauptverhandlung Anfang 2009 vor der 20. Großen Strafkammer des Landgerichtes stattfinden. Damit bestätigte die Gerichtssprecherin einen Bericht der "Financial Times Deutschland". Eine freenet-Sprecherin sagte auf Anfrage: "Die Vorwürfe sind unbegründet, und wir werden uns dagegen verteidigen".

Bereits Anfang des Jahres waren Spoerr und Krieger von der Staatsanwaltschaft Hamburg wegen des Verdachts auf Insiderhandel angeklagt worden. Die freenet-Vorstände hatten nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft vor vier Jahren Insiderwissen ausgenutzt, als sie sich im großen Stil von Aktien des Unternehmens getrennt hatten.

Die Staatsanwaltschaft gehe davon aus, dass beide Vorstände beim Verkauf der Aktien im Juli 2004 bereits darüber informiert waren, dass der freenet-Umsatz in den drei vorangegangenen Monaten erheblich rückläufig war, sagte seinerzeit Rüdiger Bagger, der Sprecher der Staatsanwaltschaft Hamburg, zu Dow Jones Newswires. Nach Vorlage der Quartalszahlen war die freenet-Aktie um 24% eingebrochen.

Beim Verkauf ihrer Aktien noch vor dem Kurssturz erlösten die Vorstände laut einem Bericht des "manager magazin" jeweils rund einer Million Euro.

Freenet wies die Vorwürfe der Strafverfolger bereits seinerzeit als "unbegründet" zurück. In einer schriftlichen Stellungnahme erklärte das TecDAX-Unternehmen im April: "Wir haben nun die Möglichkeit, im Zwischenverfahren umfassend vor einem objektiven Gericht Stellung zu nehmen. Das Verfahren bisher ist fragwürdig, da Anklage erhoben wurde, ohne uns rechtliches Gehör nach Akteneinsicht zu gewähren." (Dow Jones/rw)